Tropensturm 'Erika' wütet in der Karibik

Mindestens 35 Tote in Dominica

Der Wirbelsturm 'Erika' ist nach seinem Todeszug durch die Karibik abgeflaut. Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) in Miami stufte das Wetterphänomen auf ein Tiefdruckgebiet ab. Somit besteht keine akute Gefahr mehr für die US-Küste.

Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes NWS werden im Süden des Staates Florida "heftiger Regen, Überschwemmungen und vereinzelte Wirbelstürme" erwartet. Zur Vorsicht hatte der US-Bundesstaat Florida bereits den Notstand ausgerufen, womit bis zu 8.000 Mitglieder der Nationalgarde mobilisiert werden können. Auch die nationale Katastrophenschutzbehörde FEMA bereitete sich darauf vor, Menschen von einem Einsatzzentrum mit Wasser, Essen, Decken und anderen Hilfsgütern zu versorgen.

Das Tief soll immer noch so intensiv sein, dass Meteorologen vor allem für den Südwesten Floridas bis zu zehn Zentimeter Niederschlag vorhersagten. Für mehrere Bezirke zwischen Tampa und Naples wurden Flutwarnungen ausgegeben.

Das Weiße Haus appellierte an betroffene Bürger, sich in den Medien über die Lage zu informieren und Anweisungen gewissenhaft zu befolgen. Vor zehn Jahren hatte der Hurrikan 'Katrina' die Südstaatenmetropole New Orleans im Bundesstaat Louisiana niedergewalzt.

Die Auswirkungen des Tropensturm 'Erika' kosteten auf der östlichen Karibikinsel Dominica mindestens 35 Menschen das Leben. Allein in der Ortschaft Petite Savanne im Südosten des Landes gab es 27 Opfer nach einer Schlammlawine, wie örtliche Medien berichteten. Die Zahl der Toten könne nach den Räumarbeiten weiter steigen.

Fernsehbilder des Senders CNN zeigten, wie Hochwasser Straßen und Dörfer in Dominica überfluteten. 'Erika' zog danach in Richtung Dominikanische Republik im Ostteil der Insel Hispaniola. Die Behörden in Santo Domingo riefen die höchste Alarmstufe aus. Zahlreiche Wohnungen wurden nach starken Regenfällen überschwemmt. Es seien jedoch keine Todesopfer verzeichnet worden, erklärte der Leiter des Notdienstes Rafael de Luna Pirichilo.

Der Flugverkehr über Hispaniola wurde zeitweilig eingestellt. Am Samstag zog der Sturm mit Windböen von bis zu 55 Stundenkilometern über den Westen Kubas.