Tropensturm Barry: New Orleans steht schon unter Wasser

Lange Tage für Louisiana

Der Tropensturm "Barry" hat die Südküste der USA heimgesucht und unter Wasser gesetzt. Der Strom fiel für mehr als 100.000 Menschen aus. Das war's aber auch schon. Die große Katastrophe blieb bisher aus. Allerdings: Die Auswirkungen des Sturms könnten sich erst mit Verzögerung bemerkbar machen, vor allem durch den massiven Regen. Dies sei "erst der Anfang", sagte Louisianas Gouverneur John Bel Edwards. "Das werden noch einige lange Tage für unseren Staat."

Gigantische Niederschlagssummen sind die Hauptgefahr

Tropensturm Barry in Louisiana
Lake Pontchartrain im Süden von New Orleans: Sein Wasser wird vom Sturm über den Damm geschoben. Und auch der Radfahrer sollte besser schieben. © dpa, David J. Phillip, DP

Am Samstagnachmittag (Ortszeit) nahe der Stadt Intracoastal City westlich von New Orleans traf der Tropensturm auf die Küste. Nachdem "Barry" auf dem Weg an Land kurzzeitig die Stärke eines Hurrikans der untersten Kategorie eins angenommen hatte, schwächte er sich danach wieder zu einem Tropensturm ab. Die Hauptgefahr geht weiterhin von den Regenmengen (bis 500 Liter pro Quadratmeter werden erwartet) aus - mit entsprechenden Überflutungen.

Stromausfälle - nichts Besonderes in den USA

Der Sturm sorgte bereits für Stromausfälle: Rund 117.000 Menschen waren am Samstag nach Behördenangaben ohne Elektrizität - die meisten davon in Louisiana. Der Fernsehsender CNN berichtete, in der Stadt Morgan City in Louisiana sei der Strom komplett ausgefallen. Aber auch in den benachbarten Bundesstaaten Texas, Mississippi und Alabama kam es nach offiziellen Angaben zu einzelnen Stromausfällen.

New Orleans: Erinnerungen an "Katrina" werden wach

Besonderes Augenmerk lag auf New Orleans. Die Südstaatenmetropole war 2005 vom Hurrikan "Katrina" schwer zerstört worden und hatte Hunderte Tote zu beklagen. Nach andauerndem Regen war es in Teilen der Stadt bereits in den vergangenen Tagen zu Überschwemmungen gekommen. Für mehrere gefährdete Bereiche von New Orleans waren vorab Zwangsevakuierungen angeordnet worden. Bewohner des Gebiets außerhalb des Überschwemmungsschutzgürtels der Stadt wurden gebeten, das Gebiet freiwillig zu verlassen.

Notstand ausgerufen

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Ganze Stadtteile von New Orleans stehen unter Wasser. Quelle: https://pbs.twimg.com/media/D_MMUvOXsAAoqbH.jpg

US-Präsident Donald Trump hatte die Menschen in Louisiana vorab aufgerufen, Anweisungen der Katastrophenschutzbehörde Fema und der lokalen Behörden zu befolgen. Für den Bundesstaat wurde ein Notstand ausgerufen. Damit können leichter Bundesmittel und Hilfe aus Washington fließen.