Trockenheit, Waldbrandgefahr und Hochwasser zugleich

Trockenheit, Waldbrandgefahr und Hochwasser zugleich

Hohe Waldbrandgefahr!

In der Mitte und im Osten herrscht in diesem Mai Trockenheit und die Waldbrandgefahr ist dementsprechend hoch. Teilweise gilt die zweithöchste Waldbrandstufe. Im Südosten gab es dagegen viel zu viel Wasser.

Die ausbleibenden Niederschläge haben die Waldbrandgefahr besonders im Nordosten des Landes auf die zweithöchste Stufe ansteigen lassen. Besonders betroffen ist Brandenburg mit seinen Kiefernwäldern und leichten Sandböden, aber auch Sachsen-Anhalt, das östliche Niedersachsen, Teile Mecklenburg-Vorpommerns und die Gebiete rund um Berlin. Hier gilt Waldbrandstufe 4, also hohe Gefahr!

In den meisten Fällen löst fahrlässige Brandstiftung das Feuer aus, also z.B. glühende Zigaretten in den Wald wegzuwerfen oder in Waldnähe zu grillen. Auch abgestellte KFZ können auf einer trockenen Wiesen- oder Ackerfläche durch einen heißen Katalysator unter Umständen einen Flächenbrand auslösen.

Der Mai brachte bisher sehr unterschiedliche Regenmengen

Es verwundert nicht, dass unter den "Top 18" der "nassesten" Stationen im Mai 2015 bisher 17 davon in Bayern liegen. Einzig der Feldberg im Schwarzwald konnte sich dort "hineinmogeln" und belegt mit bisher 212,3 l/m² (entspricht 129 % des langjährigen Mittels im Mai (164,5 l/m²)) sogar Rang 3 in dieser Kategorie. Spitzenreiter ist aktuell die Zugspitze mit 243 l/m² (141,7 %, 171,9 l/qm²), gefolgt von der Station Mittenwald Buckelwiesen bei Garmisch-Partenkirchen mit 239,2 l/m² (166,0 %, 144,1 l/m²).

Während im Süden und Südosten Bayerns die meisten wohl die Nase voll haben vom Regen, besteht in weiten Teilen Deutschlands seit Monaten ein großer Bedarf desselben. Besonders trocken ist es derzeit in der Mitte und im Osten. In Waltershausen (Thüringen) beispielsweise kam in diesem Monat bisher ein "Regensümmchen" von 3,8 l/m² (5,8 %, 66,0 l/m²) zusammen. In Frankfurt am Main wurden seit Anfang März nur 48,1 l/m² (entspricht 29,3 % des langjährigen Mittels von März bis Mai (163,9 l/m²)) gemessen.

Quelle: DWD