"Dass ich am Leben bin, ist auch Ash zu verdanken"

Bergsteiger überlebt sieben Tage verletzt in Alpen - auch dank seines Hundes

Bergsteiger wurde in den Julischen Voralpen (Provinz Udine) nach sieben Tagen gerettet.
Bergsteiger wurde in den Julischen Voralpen (Provinz Udine) nach sieben Tagen gerettet. © Soccorso Alpino e Speleologico Friuli Venezia Giulia - CNSAS

Mann schützte sich mit Laub und Landkarte vor der Kälte

In den italienischen Alpen hat ein Mann sieben Tage überlebt. Er hatte sich bei einem Sturz den Knöchel gebrochen und musste im Freien ausharren, ehe die Bergretter ihn fanden. „Dass ich am Leben bin, ist auch Ash zu verdanken, der mir Gesellschaft geleistet hat“, sagte der 33-Jährige über seinen Hund, der die ganze Zeit nicht von seiner Seite gewichen war.

Wanderer war metertief gestürzt und verletzt

Der Mann aus Triest sei wie jedes Jahr mit seinem Hund zu einer mehrtägigen Wandertour in den Bergen unterwegs gewesen, wollte die Nächte in Hütten und Biwaks verbringen. Doch gleich zu Beginn des Trips sei er mehrere Meter in die Tiefe gestürzt, habe sich den Knöchel gebrochen und zahlreiche Prellungen zugezogen. Sein Handy hatte in den Julischen Voralpen im Nordosten Italiens keinen Empfang und so blieb dem Mann nichts weiter übrig, als auf Rettung zu warten. Er habe sich noch zu einer Wasserquelle schleppen können und dort ausgeharrt, heißt es in einem Facebook-Bericht der italienischen Bergwacht.

Sieben Tage später fanden ihn die Retter in der Nähe eines Waldweges unter einem Haufen Laub und bedeckt mit einer topografischen Landkarte, die er zum Schutz vor der Kälte über sich gelegt hatte. Er sei verwundet, verletzt, hungrig und durstig gewesen, aber bei Bewusstsein, so die Helfer. Seine Freundin hatte den 33-Jährigen als vermisst gemeldet, nachdem er nicht wie geplant am Montagabend nach Triest zurückgekehrt war. Als es auch am Mittwoch kein Lebenszeichen des Mannes gegeben habe, sei die Suchaktion mit einem Hubschrauber gestartet.