Trauriger Rekord: 2017 zählt zu den drei wärmsten Jahren

Erderwärmung: Die Messwerte waren noch nie so warm wie in den letzten drei Jahren

Der Klimawandel schreitet voran. Das Jahr 2017 zählt zu den drei wärmsten Jahren seit Erhebung der Messdaten. Und das ohne El Niño (wie in den vorigen Jahren)!

Schon länger hat sich dieser traurige Rekord abgezeichnet. Jetzt ist es aber amtlich. Schwarz auf weiß sozusagen. Bestätigt von der NASA, der amerikanischen Wetterbehörde NOAA und der Weltwetterbehörde WMO.

17 der 18 wärmsten Jahre seit der Jahrtausendwende

2016 bleibt der Spitzenreiter als wärmstes Jahr. Die Jahre 2015 und 2017 kommen danach. (Laut WMO waren die beiden Jahre gleichwarm, die NASA hält 2017 für geringfügig wärmer.) Auch die anderen Jahre dieses Milleniums waren auffallend warm: "17 der 18 wärmsten Jahre gab es seit der Jahrtausendwende, und der Grad der Erwärmung in den vergangenen drei Jahren war außerordentlich", betonte der WMO-Generalsekräter Petteri Taalas.

Kein El Niño: Eigentlich hätte 2017 nicht so warm sein dürfen

2017 zählt zu den wärmsten Jahren
Diese Grafik der amerikanischen Wetterbehörde NOAA zeigt die Temperaturabweichungen im Jahr 2017.

2017 macht den Forschern besondere Sorgen - denn so warm hätte es ohne ein spezielles Klimaphänomen eigentlich nicht sein dürfen. Am Anfang und Ende des Jahres war La Niña (das Gegenstück zu El Niño mit einem eigentlich abkühlenden Effekt) beobachtet worden. Trotzdem zählt 2017 zu den drei wärmsten Jahren.

Das Klima hat sich bereits um 1 Grad erwärmt

In diese Statistiken fließen weltweite Temperaturmessungen ein. Die NASA nutzt dafür etwa 6.300 Messpunkte von diversen Wetterstationen, Schiffen und Bojen. Die Daten werden mit den Messungen der vorigen Jahre verglichen - bis hin zu dem Jahr 1880. Das war der Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Mit diesen Berechnungen kommt die NASA zu dem Schluss, dass unser Planet bereits etwa 1 Grad wärmer ist als im vorindustriellen 19. Jahrhundert. Auf der Weltklimakonferenz wurde beschlossen, die weltweite Erwärmung auf 2 Grad (gegenüber dem 19. Jahrhundert) zu begrenzen.