Totale Sonnenfinsternis 2017: So schön war der "Great American Eclipse" am 21. August 2017
Totale Sonnenfinsternis begeistert die USA
Darauf hatten alle gewartet: Der Mond schob sich komplette vor die Sonne. Millionen Amerikaner verfolgten das spektakuläre Naturschauspiel. Zu sehen war die totale Finsternis auf dem nordamerikanischen Kontinent in 14 US- Bundesstaaten: Oregon, Idaho, Wyoming, Nebraska, Kansas, Missouri, Illinois, Kentucky, Tennessee, Georgia, North und South Carolina. Montana und Iowa werden vom Kernschatten des Mondes nur gestreift. Auch in Teilen Europas, Afrikas und Südamerikas war eine partielle Finsternis zu beobachten.
Eclipse-Day – ein riesiges Medienspektakel
Fast jedes Jahr gibt es irgendwo auf der Welt eine totale Sonnenfinsternis. Früher jedoch wurden Sonnenfinsternisse als unheilbringendes Vorzeichen gedeutet - oder als göttliches Signal. Heute ist es ein gigantisches Medienspektakel.
Seit Tagen waren Hunderttausende Schaulustige in die Zone gereist, in der das Spektakel besonders gut zu sehen war. Unzählige Sonnenfinsternis-Touristen drängelten sich auf Campingplätzen, in Naturparks und Hotels oder haben bei Freunden Unterschlupf gefunden. Das befürchtete historische Verkehrschaos kurz vor dem Naturschauspiel blieb aber aus.
Nicht überall war der Himmel wolkenfrei

Klaren Blick auf die Sonnenfinsternis hatten vor allem die Menschen im Westen der USA und in Tennessee. In vielen anderen Gegenden verdeckten Wolken den Himmel, im Osten des Landes sogar Regen und Gewitter. Auch im Landesinneren war die Sicht teilweise eingeschränkt. Der Rauch mehrerer Flächenbrände verdunkelte den Himmel.
Es war die erste sich von Küste zu Küste erstreckende totale Sonnenfinsternis auf dem Kontinent seit 99 Jahren. In der Kernzone blieben viele Schulen geschlossen oder die Kinder und Lehrer schauten sich das Spektakel gemeinsam an. Dutzende kleine und große 'Eclipse'-Festivals waren geplant.
Auch Trump schaute sich das Spektakel an

US-Präsident Donald Trump hat die Sonnenfinsternis in den USA vom Weißen Haus aus verfolgt. Gemeinsam mit der First Lady Melania, seiner Tochter Ivanka und mehreren Kabinettsmitgliedern schaute sich der Präsident das Spektakel vom Truman-Balkon aus an. Allerdings kam Trump nicht in den Genuss der totalen Finsternis. In der US-amerikanischen Hauptstadt Washington war nur eine partielle Finsternis zu sehen, bei der die Sonne zu 81 Prozent vom Mond verdeckt war.
Auch in Europa zu sehen
Ganz im Westen, in Portugal, Spanien, Westfrankreich und Großbritannien war das Ereignis als partielle Finsternis zu erleben. Auch wer kurz vor Sonnenuntergang auf Borkum war, konnte einen klitzekleinen Eindruck mitnehmen: Für rund eine halbe Stunde bedeckte der Mond dort immerhin 1,2 Prozent unseres Heimatsterns.
Die letzte totale Sonnenfinsternis bei uns fand am 11. August 1999 statt, bis zur nächsten hierzulande wird es noch 64 Jahre dauern, merken Sie sich den 3. September 2081 also schon einmal vor.