Unser Mailight zum Start in die neue Woche

Totale Mondfinsternis - Blutmond ist ein Frühaufsteher

von Karim Belbachir

Unser Mailight des Monats: Einen echten Hingucker gibt es Mitte Mai in Deutschland am Sternenhimmel zu sehen. Der Vollmond verwandelt sich in einen Blutmond am 16. Mai. Doch wer ihn sehen möchte, der muss früh aufstehen.

Mailight am Sternenhimmel

21.01.2019, Schweiz, Allaman: Eine totale Mondfinsternis ist in Allaman abgebildet. Foto: Valentin Flauraud/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Totale Mondfinsternis: Der Mond erscheint in Farbe getüncht.

Der Maihimmel hat Mitte des Monats ein Spektakel zu bieten: Wir erleben mit der totalen Mondfinsternis sozusagen ein Mailight. Der Mond bewegt sich am 16. Mai in den Kernschatten der Erde und leuchtet dann in einem orange-roten Farbton. Um das Ereignis erleben zu können, müssen wir allerdings früh aus den Federn. Denn der Blutmond ist Frühaufsteher und um 5.29 Uhr am frühmorgendlichen Himmel zu sehen. Bereits einige Stunden vorher bewegt sich der Vollmond in seine Position im Kernschatten der Erde.

Es wird also nur ein kurzes Vergnügen sein, denn bereits kurz davor oder kurz danach geht die Sonne auf. Je weiter im Westen Deutschlands der Blutmond beobachtet wird, desto länger hat man etwas davon. Im Vergleich zur letzten Mondfinsternis im Jahr 2018 – als es rund zwei Stunden lang zu beobachten war – bleibt es allerdings ein kurzes Erlebnis. Immerhin werden die Hobby-Sterngucker entschädigt, denn mit einer Entfernung von nur rund 360.000 Kilometern ist er der Erde zu dem Zeitpunkt auch besonders nah. Er wird also etwas größer erscheinen als üblich.

Wie stehen die Chancen den Blutmond zu sehen?

Eines ist bereits jetzt schon klar: Es gibt klare Gewinner in Sachen Sichtbarkeit auf den Mond. Aber starten wir von vorn. Während die Nacht auf Sonntag noch fast in ganz Deutschland eine gute Sicht auf den fast vollständigen Vollmond (99% Leuchtkraft) herrscht – kleine Einschränkungen inklusive – Sieht es in der Vollmondnacht zum Montag dann nicht mehr so gut aus. Im Westen sind noch viele Wolken unterwegs die Regenschauer und Gewitter mitschleppen. Dort wird es schwierig. Ganz schlecht sieht es im Äußersten Westen in einem Gebiet vom Rheinland bis runter zum Saarland aus.

Besser sieht es im Osten und Süden aus. Immerhin wird er dort zwischendurch immer mal zu sehen sein. Die besten Chancen auf eine gute Sicht haben Hobbyastronomen in Bayern. Einen Tipp hat wetter.de-Meteorologe, Paul Heger parat: „Am besten ist es zu Beginn der Nacht zumindest auf den Vollmond zu schauen, da sich die Wolken erst im Laufe der Nacht verdichten.“

Wie kommt es zu einer totalen Mondfinsternis?

Die Bildkombo zeigt drei Phasen der Mondfinsternis am 28.09.2015 am Himmel über Aukrug (Schleswig-Holstein). Der Erdtrabant ist mit einem roten Schimmer auch als «Blutmond» zu beobachten. Langwelliges Licht wird von der Erdatmosphäre in den Schattenk
Eine totale Mondfinsternis entsteht, wenn sich der Kernschatten über den Mond legt.

Damit der Mond zum Blutmond werden kann, muss die Erde genau auf einer Linie zwischen Sonne und Mond stehen. Die Sonne leuchtet also über die Erde hinweg und tüncht den Mond dann in einem orange-roten Farbton. Es ist Licht, welches von der Atmosphäre der Erde gebrochen wird, dass den Vollmond beleuchtet. Die Farbe entsteht dadurch, dass die gasförmige Schicht die Sonnenstrahlen so bricht, dass Wellenlängen im grünen bis violetten Bereich stärker gestreut werden als andere. Ohne Erdatmosphäre würden wir allerdings, …tja..gar nichts sehen. Dann wäre es einfach nur dunkel.

Es wird nicht die einzige Mondfinsternis in diesem Jahr sein. Bis es soweit ist, verstreichen allerdings noch ein paar Monate, denn nur alle sechs (manchmal auch fünf) Monate gibt es zum Vollmond auch eine totale Mondfinsternis. Am 8. November 2022 ist es also wieder soweit. Eine Einschränkung muss allerdings gemacht werden, denn die totale Mondfinsternis wird komplett nur im äußersten Nordosten Europas zu sehen sein. Die nächste in Deutschland sichtbare totale Mondfinsternis ist am 28. Oktober 2023.

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(kfb)