Tornados im März: Nehmen die Naturgewalten zu?

Naturgewalt, gegen die wir machtlos sind
Naturgewalt, gegen die wir machtlos sind So entsteht ein Tornado 00:39

Einzelfall oder fast schon normal?

Ein Tornado der Kategorie F2 richtete am Mittwochabend enorme Schäden in Roetgen bei Aachen an. Die Windgeschwindigkeiten erreichten Spitzen zwischen 181 und 253 km/h. Doch sind Tornados zu dieser Jahreszeit normal?

Keine signifikante Zunahme von Tornados im März

Wirbelstürme im März
Anzahl der Tornados in Deutschland © RTL Interactive, wetter.de

Ein Blick in die letzten 13 Jahre zeigt, dass Tornados im März eher selten auftreten. Die einzige Ausnahme war das Jahr 2006, wo insgesamt 9 bestätigte Tornados aufgetreten sind. In den Jahren 2007 bis 2014 wurden gar keine Tornados registriert oder bestätigt. Erst in den letzten Jahren (2015 – 2018) traten zwischen ein und zwei Tornados im Monat März auf. Das reicht aber nicht, um zu sagen, im März treten Tornados nun häufiger auf. 

Die meisten dieser mächtigen Naturgewalten treten im Sommer auf – in den Monaten Mai bis August. Im Schnitt werden in Deutschland rund 50 bis 60 Tornados pro Jahr beobachtet. Ein Großteil der Tornados ist schwach mit den Kategorien F0 (bis 116 km/h) und F1 (bis 181 km/h).

Bei Tornados handelt es sich überwiegend um ein sehr kleines Naturphänomen, wodurch oft auch nicht bewohnte Gebiete betroffen sind. Besonders starke Tornados mit einer Kategorie F3+ treten meist im Sommer auf in Verbindung mit schweren Gewitterstürmen (sog. Superzellen).