Tornado fegt durch Roetgen bei Aachen

Tornado fegt durch Roetgen (NRW)
Tornado fegt durch Roetgen (NRW) Dächer abgedeckt 00:35

Die heftigen Tornadobilder im Video

Durch Roetgen, einer Gemeinde bei Aachen, ist ein Tornado gefegt. Wie das Video oben zeigt, deckte der Tornado auf seinem Weg Dächer ab und sorgte für zahlreiche Schäden. Mülltonnen flogen durch die Straßen des Ortes an der Grenze zu Belgien, Dachziegel wurden von Dächern geweht. Mit Tief „Gebhard“ ist bereits der nächste Sturm auf dem Weg ins Land.

Christian Häckl: „Tornados im März sind nicht völlig außergewöhnlich“

Schäden gibt es relativ konzentriert in zwei Straßen. Auch im Umland sind Bäume umgefallen. Durch umherfliegende Teile wurden Autos beschädigt. Die Feuerwehr schätzt, dass etwa 30 Menschen vorübergehend eine andere Unterkunft brauchen, da etwa zehn Häuser nicht mehr bewohnbar sind. Zum Glück gab es nur einen Leichtverletzten. Der Tornado entwickelte sich am Nachmittag im Sturmfeld von Tief „Franz“. Grund ist die große Dynamik in der Atmosphäre mit starken Höhenwinden sowie einer ausgeprägten Schauerlinie, an der der Tornado entstanden ist.  

Was ein Tornado ist und wie diese entstehen, lesen Sie hier. 

Mehr Infos zur Schadenslage in Roetgen gibt es hier.

Tornados sind auch in Deutschland keine Seltenheit. Rund 50 bis 100 mal sind diese kurzlebigen Wirbelstürme hierzulande zu beobachten. Vor allem im Frühjahr und im Sommer. „Tornados im März sind nicht völlig außergewöhnlich“, erklärt RTL-Wettererxperte Christian Häckl. Der Tornado mit zwei Toten in Hamburg am 27.3.2006 sei ein Beispiel dafür.

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Naturgewalt, gegen die wir machtlos sind So entsteht ein Tornado 00:39