Tief Ela am Pfingstwochenende 2014: Apokalyptische Ausmaße

Tief Ela schwerstes Unwetter seit Kyrill

Erinnern Sie sich an den 9. Juni 2014? Wahrscheinlich nicht. Das war genau vor einem Jahr und es war das Pfingstwochenende. Spätestens beim Stichwort 'Tief Ela‘ fällt der Groschen bestimmt!

Beim schwersten Unwetter seit Jahren waren am Pfingstmontag 2014 in Nordrhein-Westfalen mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Nach heftigen Gewittern, Sturmböen und Starkregen wurden der Polizei zufolge weitere 30 Personen schwer und 37 leicht verletzt. Umgefallene Bäume richteten verheerende Schäden an, Autobahnen waren teils noch am Morgen gesperrt, vielerorts verkehrten Busse und Bahnen nicht. "Das hatte apokalyptische Ausmaße", sagte damals NRW-Innenminister Ralf Jäger.

Tief 'Ela' hinterließ eine Spur der Verwüstung. Feuerwehrleute und Polizisten rückten zu rund 17.000 Einsätzen aus. In Düsseldorf kamen drei Menschen ums Leben, die in einem Gartenhaus Schutz gesucht hatten: Die Hütte wurde durch umstürzende Bäume getroffen, zwei Männer und eine Frau konnten von den Rettungskräften nur noch tot geborgen werden. In Köln wurde ein 20 Meter hoher Baum vermutlich von einem Blitz getroffen und fiel auf einen Radfahrer. Der Mann erlag seinen Verletzungen. In Krefeld zerstörte ein umstürzender Baum eine Stromleitung und traf einen 28-jährigen Radfahrer. Der Mann sei an einem Stromschlag gestorben. Ein weiterer Mann kam in Essen ums Leben.

Ähnlich schwere Verwüstungen hatte in Nordrhein-Westfalen der Orkan Kyrill im Januar 2007 hinterlassen.