Ein Todesopfer und mehrere Schwerverletzte

Tief DIMITRIOS: Viele Unfälle auf schneeglatten Fahrbahnen

Tief DIMITRIOS bringt weiter Glättegefahr

Winterliche Bedingungen haben in der Nacht zum Mittwoch in Deutschland zum Teil für Verkehrschaos gesorgt. Im Norden Niedersachsens wurde ein Autobahnabschnitt wegen mehrerer Glatteis-Unfälle gesperrt, im Süden und Westen kam es zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen aufgrund liegen gebliebener Fahrzeuge. Meist blieb es bei meist bei Blechschäden und Leichtverletzten. Es gab jedoch bis zum frühen Mittwochmorgen auch mindestens einen Toten und mehrere Schwerverletzte. Es bleibt weiter Vorsicht geboten, denn Tief DIMITRIOS ist weiterhin aktiv und es besteht akute Glättegefahr.

Autobahnsperrungen in Norddeutschland

 Ostsachsen - Verkehrschaos dauert an: Kilometerlanger Stau zwischen Bautzen und Dresden 12.01.2021 Ostsachsen, genauen Ort bitte den IPTC-Daten entnehmen Fotograf: LausitzNews/Toni Lehder Der Verkehr in Ostsachsen bleibt chaotisch. Nachdem am Morgen
Autobahnen mussten teilweise gesperrt werden und die Fahrzeuge stauten sich überall. © imago images/lausitznews.de, LausitzNews.de/Toni Lehder via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Nach einem Unfall mit einem Lastwagen auf der Autobahn 21 bei Bad Oldesloe ist die Straße in Fahrtrichtung Süden gesperrt worden. Der LKW sei am Mittwochmorgen auf der schneeglatten Fahrbahn ins Schleudern geraten, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei. Das Fahrzeug blieb quer auf der Autobahn stehen. Der Fahrer wurde dabei leicht verletzt. Für die Bergungsarbeiten wurde die A21 zwischen den Ausfahrten Leezen und Bad Oldesloe-Nord in Richtung Süden gesperrt. Auch andernorts in Schleswig-Holstein gab es zahlreiche Unfälle. Insgesamt habe es zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen rund 50 mal gekracht, teilte die Polizei mit. Besonders betroffen war der Süden des Landes. Hier zählten die Einsatzkräfte 20 Unfälle mit insgesamt zwei Schwerverletzten.

In Niedersachsen musste die Autobahn 27 nahe Bremen auch für drei Stunden gesperrt werden. Hier gab es bei Hagelschauern und Glatteis am Abend Unfälle mit Autos, Kleintransportern und Lastwagen. Verletzt wurden bei den Unfällen niemand.

Tödlicher Unfall in Mecklenburg-Vorpommern

220112 A73. Schneechaos in Thüringen. Intensive Schneefälle bringen den Verkehr nahezu zum Erliegen. Besonders betroffen ist seit den Morgenstunden die A 71 und A 73 bei Meiningen und Suhl. Gegen 10:00 Uhr wurde die Ausfahrt Suhl Nord auf der A 73 fü
Der Winterdienst hatte jede Menge zu tun. Auf einer Straße in Nordsachsen kam ein Winterdienstfahrzeug von der Fahrbahn ab. © imago images/Bernd März, Bernd März via www.imago-images.de, www.imago-images.de

In Mecklenburg-Vorpommern fuhr ein 18-Jähriger mit seinem Auto in einen Baum. Der junge Mann war nach Angaben der Polizei vermutlich zu schnell gefahren, mit seinem Fahrzeug von der Straße abgekommen und in mehrere Leitplanken und dann in den Baum gekracht. Er starb am Unfallort, sein Beifahrer wurde schwer verletzt.

Auf einer Straße in Nordsachsen kam ein Winterdienstfahrzeug von der Fahrbahn ab. Der Wagen kam auf dem Dach zum Liegen. Der 65 Jahre alte Fahrer wurde schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht.

Notoperation nach Frontalunfall

Am Dienstagabend kam es im Landkreis Cuxhaven wegen Hagelschauern und Glatteis gleich zu mehreren Unfällen auf der Autobahn 27. Zwischen Uthlede und Schwanewede waren insgesamt vier Autos, zwei Kleintransporter und ein LKW an einem Unfall und zwei Folgeunfällen beteiligt. Auch auf der Gegenfahrbahn kam es zu zwei kleineren Unfällen. Insgesamt gab es mehrere leicht Verletzte.

Weniger Glück hatte ein 26-Jähriger bei Gifhorn, als er laut Polizeiangaben auf glatter Straße wohl die Kontrolle über seinen 3-er BMW verlor und auf die Gegenfahrbahn geriet. Ein entgegenkommender Hyundai kracht dem BMW frontal in die Beifahrerseite. Der 26-Jährige wird dabei schwer am Kopf verletzt, er muss notoperiert werden und schwebt aktuell noch in Lebensgefahr.

Akute Glättegefahr besteht weiterhin

Tief DIMITRIOS hat noch kein Erbarmen mit uns. Vor allem in den zentralen und östlichen Mittelgebirgen sowie direkt an den Alpen sind derzeit Schneeschauer unterwegs, hier besteht weiterhin Gefahr von Schneeglätte bis in tiefe Lagen. Während es sich im Süden und Westen des Landes tagsüber rasch entspannt, ziehen ab Mittag im Nordosten und Osten kräftige Schauer durch, dabei sind kurzzeitig Sturmböen, Graupel und Schnee bis ins Flachland möglich. Dann besteht akute Glättegefahr und stark eingeschränkte Sicht!

Auf den Autobahnen nur Chaos

 Schneechaos. Der Winter hält mit samt seinen Problemen Einzug in Deutschland. Nach kurzer Schneepause folgt am heutigen Dienstag Tief Ahmet. Am Dienstagmorgen sorgten erste Schneefälle von Ahmet für reichlich Chaos auf den Straßen.
Der Winter hat mit samt seinen Problemen Einzug in Deutschland gehalten. © imago images/Bernd März, Bernd März via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Bereits am Dienstag haben heftige Schneefälle auf den Straßen für Chaos gesorgt. Im Südwesten ging zeitweise gar nichts mehr. Am Autobahndreieck Nonnweiler im Saarland, unweit der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz hingen aufgrund des Schneefalls zahlreiche LKW auf der Autobahn fest. Autofahrer scheiterten meist beim Versuch diese zu umfahren, da der nächste stehengebliebene LKW nicht weit entfernt war. Kilometerlange Staus waren die Folge.

Wetter- und Schneeprognose für heute und morgen

Die Chaos-Wetterwoche im Überblick

Schneebedingte Unfälle in Leipzig

Die Schneefälle haben ebenso in Leipzig und Umgebung für Unfälle gesorgt. So rutschte in Lindenthal bei heftigem Niederschlag ein Transporter von einem Autobahnzubringer und kippte auf die Seite. Der Fahrer wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Wenig später kam es in Hohenheida zu einem weiteren Unfall durch Schnee: Ein Kleinwagen stieß auf einer verschneiten Straße mit einem Kran zusammen und wurde dabei schwer beschädigt. Auch hier wurde die Fahrerin verletzt und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Unsere Wettertrends und Langfristprognosen

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