Schwere Sturmböen bis 100 km/h

Tief „Cornelius“ hat uns in der Zange

Sturmtief „Cornelius“ erreicht Deutschland mit schweren Sturmböen. Außerdem herrscht an den Alpen ein starker Föhnsturm. Auf der Zugspitze gab es einen Stromausfall. Es ist also im ganzen Land wieder turbulent. Besonders in Schauer- und Gewitternähe kann es zur Sache gehen.

Sturm erreicht die Westhälfte

Das Hauptsturmfeld von „Cornelius“ hat die Westhälfte mit Spitzenböen von 94 km/h (Kemnader See / Stand: 08:00 Uhr) erreicht. An den Alpen herrscht starker Föhnsturm, so wurde an der Zugspitze um 02:00 Uhr eine Orkanböe von 144 km/h gemessen. Auch in der Schweiz sind Orkanböen sogar in den Tälern aufgetreten. In Bilten wurde eine Spitzenböe von 126 km/h gemessen. Im Tagesverlauf lässt der Föhnsturm langsam nach.

Windspitzen der letzten 3 Stunden (Stand: 10:00 Uhr):

Brocken (Sachsen-Anhalt) : 152 km/h

Bad Harzburg-Burgberg (Niedersachsen): 122 km/h

Braunlage-Wurmberg (Niedersachsen): 113 km/h

Bückeburg (Niedersachsen): 107 km/h

Verden (Niedersachsen): 100 km/h

Zugspitze (Bayern): 100 km/h

Hier geht es zu der aktuellen Sturmwarnung.

Bis zu den Mittagsstunden wird es auch in Ostwestfalen, Emsland und Niedersachsen sehr stürmisch. Dabei erreichen die Windböen Windgeschwindigkeiten zwischen 70 und 90 km/h (Windstärke 8 bis 9) – an der Nordsee sind auch Böen bis Tempo 100 km/h (Windstärke 10) drin. Besonders in Schauernähe kann es im Nordwesten heftig werden.

Kräftige Schauer mit Blitz und Donner - weiterhin stürmisch

Am Nachmittag dürfte der Hotspot dann an der Ostsee liegen (Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern). Hier sind weiterhin schwere Sturmböen bis 100 km/h im Bereich des machbaren. Auch im übrigen Land bleibt der Wind weiterhin spürbar. In der Westhälfte ziehen Schauer oder kurze Gewitter durch. In den Schauern oder Gewittern kann es nochmal recht ungemütlich werden (70 – 90 km/h). Der Schwerpunkt liegt voraussichtlich zwischen dem Ruhrgebiet und Emsland. Im großen Rest ist das Gewitterrisiko etwas geringer. Der Abend und die Nacht zum Freitag verlaufen weiter stürmisch und stellenweise ziehen Schauer durch das Land. Der Wind wird dabei kaum schwächer.