Texas: Fahrer lenkt Schulbus fahrlässig in Sturzflut – mit Schüler an Bord

Busfahrer lenkt Schulbus ins Hochwasser
Busfahrer lenkt Schulbus ins Hochwasser Sperrungen fahrlässig ignoriert 00:33

Busfahrer ignorierte Wegsperre

In Leander, Texas (USA) hat ein Schulbusfahrer sich und einen 12-jährigen Jungen in Lebensgefahr gebracht, weil er trotz Wegsperre versuchte, eine völlig überflutete Straße zu überqueren. Der Bus wurde vom Wasser mitgerissen, dennoch blieben beide unverletzt. Nun warnen die Polizei und die Mutter des Schülers vor Nachahmern.

Videokamera lieferte den Beweis

Die Aufnahmen der Videokamera, die an der Windschutzscheibe des Busses befestigt war, zeigen deutlich, dass der Fahrer Nathan Deyoung bewusst ein Warnschild ignorierte und anschließend versuchte, das Fahrzeug durch die Fluten zu lenken. Doch die Strömung war zu stark: Der Bus verlor den Kontakt zur Straße und trieb sofort ab.

Der einzige Fahrgast, Jason Ringstaff, rief in Todesangst seine Mutter an. "Um 8:26 Uhr rief mich Jason völlig hysterisch an. Er sagte mir, dass er mich liebt und Angst hat, zu sterben", schreibt Ashley Ringstaff auf ihrer Facebookseite unter einem Foto, das den Bus mitten im Fluss zeigt. "Ich hoffe, niemand muss jemals seinem Kind dabei zuhören, wie es sich darauf vorbereitet, zu sterben – wegen einer dummen Entscheidung, die niemals hätte getroffen werden dürfen."

Schon 60 Zentimeter Flutwasser gefährlich

Dank des schnellen Einsatzes der Rettungskräfte konnten der 12-Jährige und Nathan Deyoung unverletzt aus dem schwimmenden Bus befreit werden. Der 57-Jährige Fahrer wurde wegen Gefährdung eines Kindes verhaftet und von der Schule gefeuert; erst nach Zahlung einer Kaution von 10.000 Dollar kam er wieder auf freien Fuß. Die Polizei von Leander warnt nun ebenfalls auf Facebook vor der unglaublichen Kraft von Flutwasser: "Schon ein Wasserstand von 60 Zentimetern reißt die meisten Fahrzeuge mit. 'Dreh um – ertrink nicht' ist nicht einfach nur eine Phrase, sondern ein lebensrettender Hinweis."