Temperaturprognose der NOAA vom 22.05.2017: Ein Durchschnittssommer bahnt sich an

Was ist mit dem Sommer los? Noch vor ein paar Wochen haben wir viel Wärmeüberschuss in den Berechnungen der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) gesehen. Nun hat sich dieser Trend nicht unbedingt ins Gegenteil umgekehrt, jedoch stark verändert, und der diesjährige Sommer hat viel Durchschnitt vorzuweisen. Ob der Sommer 2017 ins Wasser fällt, kann die NOAA-Prognose nicht voraussehen, doch scheint die Serie von durchgehend zu heißen Monaten in Europa nicht fortgesetzt zu werden, wenn die Amerikanische Wetterbehörde mit ihrem Modell für die voraussichtliche Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel richtig liegt.

Video: NOAA-Prognose für Deutschland: 

Der Juni in Europa: Viele Teile bleiben im "normalen" Bereich

Die Temperaturen für Europa machen im Juni einen Schritt nach hinten. Auch wenn wir im letzten Monat schon gesehen haben, dass sich fast alle Teile des Kontinents auf Durchschnittskurs bewegt haben, so kann man in den neuen Berechnungen der amerikanischen Wetterbehörde NOAA eine massive Fortsetzung dieses Trends erkennen. Im Osten breiten sich negative Temperaturabweichungen von bis zu 2 Grad aus. Russland, Skandinavien und die baltischen Staaten sind zu großen Teilen von diesem "kalten" Sommer betroffen.

Im Rest der europäischen Staaten sieht es nicht ganz so krass aus. Dort können wir uns getrost auf einen Durchschnittsjuni einstellen. Kleine Ausreißer mit positiven Abweichungen gibt es allerdings auch: Die Schweiz, der Elsass in Frankreich, die Küstenanrheiner am Balkan und bemerkenswerterweise Schottland und Irland werden mit einem leicht zu warmen Monat rechnen müssen.

Die NOAA-Temperaturprognose vom 22.05.2017 für den Juni in Europa
Weite Teile Europas erwarten einen Durchschnittssommer. In Russland bleibt der Juni eher kühler.

Im Juli kommt der Wärmeüberschuss wieder

Im Juli 2017 ist der Negativtrend größtenteils wieder gestoppt. Die kühlen Temperaturen im Osten sind in den Berechnungen der NOAA verschwunden. Negative Abweichungen von der Durchschnittstemperatur sind nur noch vereinzelt zu erkennen. Dafür breitet sich die Wärme aus dem Westen laut dem amerikanischen Modell weiter aus. Ein Wärmeüberschuuss von 1 Grad zieht sich von Portugal über die Atlantikküste Spaniens über weite Teile Frankreichs bis nach Deutschland. Auf den Britischen Inseln sind die positiven Abweichungen in den Süden gerutscht.

Die NOAA-Temperaturprognose vom 22.05.2017 für den Juli in Europa
Im Juli setzt sich in weiten Teilen der Durchschnittssommer fort. Ausnahme sind Frankreich und die Südhälfte Deutschlands.

​Fazit: Laut NOAA wird der Sommer voll normal

Das neueste NOAA-Modell sieht einen Sommer, der im Juni oft kühl beginnt, besonders betroffen ist laut den amerikanischen Berechnungen dabei der Osten. Die meisten Länder des Kontinents sollten mit einem Durchschnittssommer rechnen. Wärmeüberschuss, also leicht positive Temperaturabweichungen gibt es hingegen im Westen, hauptsächlich in Frankreich und Deutschland. Diese Trendberechnungen heißen jedoch nicht, dass sich nicht rekordverdächtige Höchsttemperaturen mit anderen Extremwettereignissen entwickeln können – nur im Schnitt sind die Temperaturen im Juni und Juli eben „Durchschnitt“ oder leicht darüber.