Temperaturprognose der NOAA vom 10.07.2017: Der Sommer 2017 steht auf wackligen Beinen

Der Sommer bei uns in Deutschland steht oft auf wackeligen Beinen, und auch in diesem Sommer sollte man bei der Gartenpartyplanung vorsichtig bleiben. Laut dem Siebenschläfer bleibt es weiterhin recht wechselhaft, die Berechnungen der Langzeitmodelle der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) und des experimentellen Langfristmodells CFS (Climat Forecast System) sehen für Deutschland und Europa eine sehr durchschnittliche Temperaturentwicklung. Ob der Hoch- und Spätsommer ins Wasser fällt, kann die NOAA-Prognose nicht voraussehen, doch scheint sich kein Hitzesommer abzuzeichnen, wenn die Amerikanische Wetterbehörde mit ihrem Modell für die voraussichtliche Temperaturabweichung vom klimatologischen Mittel richtig liegt. 

August entwickelt sich mit Durchschnittstemperaturen

NOAA im August
NOAA-Temperatur-Berechnungen für den August

Auch wenn wir im letzten Monat schon gesehen haben, dass sich fast alle Teile des Kontinents auf Durchschnittskurs bewegt haben, so kann man in den neuen Berechnungen der amerikanischen Wetterbehörde NOAA eine großflächige Fortsetzung dieses Trends erkennen. Im Südosten, der im letzten Monat unter Hitzewellen litt, breiten sich negative Temperaturabweichungen von bis zu 2 Grad aus. Auch die Türkei ist in Teilen von diesem "kalten" Sommer betroffen.

Im Rest von Europa sieht es nicht ganz so krass aus. Dort können wir uns getrost auf einen Durchschnittsaugust einstellen. Kleine Ausreißer mit positiven Abweichungen gibt es allerdings auch: Portugal und die Westküste Frankreich werden mit einem leicht zu warmen Monat rechnen müssen.

September mit leichtem Wärmeüberschuss

NOAA im September
NOAA-Temperatur-Berechnungen für den September

Im September 2017 ist der Negativtrend teils wieder gestoppt. Die kühlen Temperaturen im Osten sind nur noch für die Gebiete rund um das Schwarze Meer von der NOAA berechnet. Dafür breitet sich die Wärme laut dem amerikanischen Modell weiter aus. Ein Wärmeüberschuss von 1 Grad zieht sich von Portugal über die Atlantikküste Spaniens über weite Teile Frankreichs bis nach Tschechien, Slowakei, Ungarn. Slowenien und Kroatien.

Fazit: Laut NOAA wird der Sommer voll normal

Die neueste Berechnung der NOAA sieht für Mitteleuropa einen sehr normalen August, etwas unterdurchschnittlich sieht es im Südosten Europas aus.  Wärmeüberschuss, also leicht positive Temperaturabweichungen gibt es hingegen an Portugals Küsten, der Westküste Frankreichs und in Teilen der Ukraine.

Im September breitet sich die positive Temperaturabweichung aus. Von Frankreich bis in die Balkanstaaten berechnen die Amerikaner einen etwas zu warmen Monat. Diese Trendberechnungen heißen jedoch nicht, dass sich nicht rekordverdächtige Höchsttemperaturen mit anderen Extremwettereignissen entwickeln können – nur im Schnitt sind die Temperaturen im August und September eben „Durchschnitt“ oder leicht darüber.

Das berechnet die NOAA

Die NOAA berechnet bei dieser experimentellen Langfristprognose die voraussichtliche Temperaturabweichung zum langjährigen Durchschnitt. Aus diesen Berechnungen lässt sich zwar eine Temperaturtendenz ablesen, aber nicht das Wetter vorhersagen. So kann es trotz kühler Tendenz durchaus auch heiße Tage geben.