Taifun 'Rammasun' trifft die Philippinen mit voller Wucht

Noch mehr Tote durch Taifun

Auf den Philippinen ist die Zahl der Todesopfer durch Taifun 'Rammasun' nach offiziellen Angaben auf 60 gestiegen. Die meisten Opfer wurden durch umstürzende Bäume und Wände oder losgerissene Dächer und Masten erschlagen, hieß es von der Katastrophenschutzbehörde.

Zwei Tage, nachdem der Taifun über die Inseln hinwegfegte, waren in der Region um die Hauptstadt Manila sowie in den östlichen Provinzen noch 1,5 Millionen Menschen ohne Strom. Die Sturmschäden werden auf etwa 3,65 Milliarden Pesos (62 Millionen Euro) geschätzt.

Taifun 'Rammasun' war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometern pro Stunde über den Inselstaat hinwegezogen. Tausende Bäume und Strommasten knickten um, Straßen wurden verschüttet und Millionen Menschen waren ohne Strom.

In der Hauptstadt Manila mit zwölf Millionen Einwohnern kam das öffentliche Leben zum Stillstand. Küstennahe Stadtteile standen teils unter Wasser. Entwurzelte Bäume, umgerissene Straßenlaternen und herabgestützte Wellblechdächer und Straßenschilder versperrten Rettungsdiensten den Weg. Die Behörden hatten allerdings vorgewarnt.

In den östlichen Provinzen und entlang der Küste in Manila flohen Hunderttausende in Notunterkünfte.

Vielen sind die schrecklichen Bilder von Tacloban und Umgebung weiter südlich noch in Erinnerung, wo Taifun 'Haiyan' im November verheerende Schäden anrichtete. Damals unterschätzten Behörden und Anwohner die Sturmfluten, die teils hunderte Meter ins Land rollten. Mehr als 6.200 Menschen kamen ums Leben, Hunderttausende Häuser wurden zerstört.