Taifun ‚Nock-Ten‘ richtet auf den Philippinen schwere Schäden an

Böen mit 225 Stundenkilometer - mindestens fünf Tote

Taifun 'Nock-Ten' hat die Philippinen voll erwischt. Zwischen Sonntagabend und Montagmittag (Ortszeit) traf der Sturm in verschiedenen Teilen des Inselstaates sieben Mal auf Land. Die Böen fegten mit teils 225 Stundenkilometern über Land.

Die Folgen waren verheerend: Zerstörte Stromleitungen, unpassierbare Straßen, abgesagte Flüge: Heftiger Wind und starker Regen haben auf den Philippinen große Schäden angerichtet. Mindestens fünf Menschen starben. Mehr als 380.000 Menschen wurden nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht - sie harrten über Weihnachten in Notunterkünften aus. Heftiger Wind und starker Regen führten zu Schäden. Vielerorts brach die Stromversorgung zusammen, da die Orkanböen die Überlandleitungen zerstört hatten. Erdrutsche und umgestürzte Bäume machten viele Straßen unpassierbar. Häuser und Felder wurden zerstört. Mehr als 12.000 Menschen saßen auf Schiffen in Seehäfen fest. Airlines sagten nationale und internationale Flüge ab.

Tragische Todesfälle

Schäden durch Taifun 'Nock-Ten'
Taifun 'Nock-Ten' richtete schwere Schäden an. © dpa, Francis R. Malasig, fm ay

Nach Angaben der philippinischen Polizei starben drei Menschen in der Provinz Albay auf der Hauptinsel Luzon. Eine 57-jährige Frau wurde demnach am Sonntagabend von einer Mauer in ihrem Haus erschlagen. Ein älteres Paar sei außerdem am Montagmorgen in einem Fluss ertrunken. In der Gemeinde Mulanay in der Provinz Quezon (auch auf Luzon) wurde ein Mann von einer umstürzenden Palme erschlagen, als er versuchte, seine Familie in Sicherheit zu bringen, wie der Gouverneur der Provinz, David Suarez, sagte. Ebenfalls in der Provinz Quezon soll ein fünftes Opfer einen tödlichen Stromschlag erlitten haben.

20 Taifune pro Jahr

Jedes Jahr treffen im Schnitt 20 Taifune die Philippinen. Besonders schlimm war es im November 2013. Damals kamen durch Taifun 'Haiyan' mehr als 6.000 Menschen ums Leben.