Grosse Lieferengpässe bei Elektronikartikeln

Warum die Suche nach Weihnachtsgeschenken in diesem Jahr schwierig werden könnte

 Man sollte sich in diesem Jahr frühzeitig mit der Auswahl von Weihnachtsgeschenken beschäftigen.
Man sollte sich in diesem Jahr frühzeitig mit der Auswahl von Weihnachtsgeschenken beschäftigen. © imago images/Shotshop, blueximages via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Am besten frühzeitig Geschenkeinkäufe planen!

Es lohnt sich in diesem Jahr ganz besonders, den Weihnachtseinkauf schon jetzt zu planen. Dem Ifo-Institut zufolge leidet der Handel unter Lieferengpässen, die auch die Preise verteuern könnten.

Notebooks, Smartphones und Haushaltsgeräte sind rar

Die Suche nach Geschenken könnte schwierig sein in diesem Jahr.
Die Suche nach Geschenken könnte schwierig sein in diesem Jahr. © dpa, Sebastian Kahnert, skh alf vco

Hintergrund sind coronabedingte Lieferschwierigkeiten bei Produzenten, insbesondere aus dem asiatischen Raum, sowie große Probleme in den Logistikketten, die immer mehr auf den deutschen Handel durchschlagen. Jochen Cramer, Einkaufsleiter der Verbundgruppe ElectronicPartner: "Es kann zurzeit passieren, dass der Hersteller zugesagte und bestätigte Produkte kurzfristig absagt, da ein Vorlieferant dringend benötige Teile nicht liefern konnte", beschreibt Cramer die aktuellen Schwierigkeiten der Händler. Betroffen seien Notebooks und Smartphones ebenso wie Fernseher oder Haushaltsgeräte.

Aldi Nord muss Verkaufsstart der neuesten Fashion-Kollektion verschieben

Media Markt muss ebenfalls mit Engpässen bei der Lieferung rechnen.
Media Markt muss ebenfalls mit Engpässen bei der Lieferung rechnen. © imago/photothek, Thomas Koehler/photothek.net, imago stock&people

Deutschlands größte Elektronikhändler Media Markt und Saturn betonten zwar: "Derzeit haben wir keinen Engpässe. In unseren Märkten und Lägern ist ausreichend Ware vorhanden." Doch auch dem Großkunden haben einige Lieferanten bereits signalisiert, dass es in den kommenden Monaten zu Lieferschwierigkeiten kommen könnte. Ein Opfer der Lieferprobleme ist aktuell Aldi Nord: Der Discounter musste den Verkaufsstart für seine jüngste Fashion-Kollektion in Teilen Deutschlands bereits verschieben.

Preisanstiege bis zu 10 Prozent möglich

Doch ist die mangelnde Verfügbarkeit mancher Produkte nur eines der Probleme, die dem Verbraucher die Weihnachtsstimmung verderben könnten: Angesichts des angespannten Umfelds müssten sich Verbraucher außerdem auf "höhere Preise" einstellen, warnte Vincent Stamer vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel. Bei nachgefragten Produkten sei mit Preisanstiegen bis zu 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu rechnen. "Insgesamt muss sich der Handel auf zunehmend unberechenbare Transportwege, auftretende Produktionsengpässe und damit auch steigende Produktions- und Beschaffungskosten einstellen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth. Er bemühte sich dennoch, die Verbraucher zu beruhigen. "Dass die Menschen bei ihrem Weihnachtseinkauf vor leeren Regalen stehen, ist nicht zu erwarten."

Verbraucher fiebern "Black Friday" entgegen

Dennoch blickt so mancher Verbraucher dem Weihnachtseinkauf mittlerweile mit ein bisschen Bangen entgegen: Nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der Vergleichsplattform Idealo erwarten zwei Drittel der Onlineshopper bereits bei dem traditionell Ende November stattfindenden vorweihnachtlichen Schnäppchentag Black Friday Lieferengpässe. Sie befürchten vor allem, dass es zu längeren Lieferzeiten kommen und Angebote schneller vergriffen sein könnten.(dpa/kst)