Brocken meldet Böen bis 160 km/h

Sturmtief GORAN in Deutschland: Hunderte Einsätze nach Orkanböen

Sturmtief GORAN erreicht jetzt seinen Höhepunkt

Heute erreicht Sturmtief GORAN seinen Höhepunkt mit einer teilweise gefährlichen Sturmlage. Besonders im Wald besteht derzeit Gefahr für Leib und Leben durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume. Auf den Bergen und an der See drohen Böen bis 160 km/h. Aber auch im Flachland gab es schon Böen um die 100 km/h.

    Tief GORAN: Einige der heftigsten Böen bisher

    Hier eine Auswahl der heftigsten Windböen bis jetzt (in km/h). Zunächst die Berge:

    • Brocken (ST) 161
    • Zugspitze (Bayern) 117
    • Wasserkuppe (Hessen) 106
    • Schwarzwald (BaWü) 102

    Flachland / Küste:

    • Kiel / Leuchtturm (Schleswig-Holstein) 126
    • Alte Weser 126
    • Bremerhaven (Niedersachsen) 119
    • Helgoland (Schleswig-Holstein) 119
    • Esens (Niedersachsen) 117
    • Wilhelmshaven (Niedersachsen) 117
    • Borkum (Niedersachsen) 107
    • Geilenkirchen (NRW) 100
    Im Laufe des Donnerstags wird der Wind zwar schwächer, legt aber in der Nacht zum Freitag noch einmal kräftig zu. Auch dann sind Sturmböen möglich.

    Sturmtief Goran ist da - das ist schon passiert

    Die ersten Schäden hat Sturmtief GORAN bereits hinterlassen. So stürzten zum Beispiel im Märkischen Kreis mehrere Bäume um und blockierten Straßen. Auch in Düsseldorf, Köln, Dortmund, Münster, Euskirchen, Krefeld oder Paderborn waren Polizei und Feuerwehr wegen abgebrochener Äste, umgekippter Bauzäune und herabgefallener Dachziegel im Einsatz.

    Auch bei der Bahn blieb der Sturm nicht ohne Folgen. Wegen umgestürzter Bäume zwischen Oberhausen und Emmerich wurden am Donnerstagmorgen Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn umgeleitet. Die Bäume hatten Gleise blockiert. Betroffen war die ICE-Verbindung zwischen Köln und Amsterdam.

    Sturmtief GORAN leistete im Westen Deutschland s ganze Arbeit.
    Ein Transporter ist von einer Windböe beim Durchzug von Sturmtief GORAN erfasst und durch die Luft geschleudert worden. © dpa, -, bra cul

    Sturmtief GORAN: Notrufe in Niedersachsen

    Auch in Niedersachsen mussten Polizei und Feuerwehren wegen Sturmtief GORAN zu zahlreichen Einsätzen ausrücken - meist blieb es bei Sachschäden. Im Nordwesten tobte der Sturm vor allem am Donnerstagmorgen zwischen 7.00 und 8.00 Uhr. Allein in den Morgenstunden gingen aus den Regionen um Cloppenburg, Oldenburg und Friesland rund 100 Meldungen ein. Meist sorgten umgekippte Bäume, herabgefallene Äste und verschmutzte Fahrbahnen für Verkehrsbehinderungen. Auch im Emsland und in Ostfriesland registrierte die Polizei bis zum Mittag insgesamt rund 100 Notrufe.

    Orkanböen auf den Bergen und an der See: Höhepunkt wird jetzt erreicht

    Die Karte zeigt die Sturmgefahr am Donnerstag: Am heftigsten ist es auf den Mittelgebirge, während an den Alpen der Föhn ebenfalls mit Orkanstärke weht. Auch an der Küsten drohen Böen um Tempo 120.
    Wind und Sturm am Donnerstag. Am heftigsten ist es auf den Mittelgebirgen, während an den Alpen der Föhn ebenfalls mit Orkanstärke weht. © wetter-ressort

    Orkantief GORAN liegt mit seinem Zentrum über der Nordsee und erreichte mit einem Kerndruck von 949hPa am frühen Nachmittag seine größte Kraft. Dabei war auch bei uns im Westen und Nordwesten des Landes immer häufiger mit Sturm-, an der Nordsee und auf den Berggipfeln sogar mit Orkanböen zu rechnen. Derweil blies über den Alpen der Föhnsturm und sorgte dort für sehr milde Temperaturen bis zu 13 Grad. Am Freitag schwächt sich das Tief dann immer mehr ab, eine Kaltfront sorgt aber für Abkühlung.

    Bei den Briten heißt das Tief CHRISTOPH und sorgt laut Britischem Wetterdienst für Überschwemmungen, in Schottland für winterliche Straßenverhältnisse.

    Was ist los bei welcher Windstärke?

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