Überschwemmungen an der Ostseeküste

Sturmflut sorgt für nasse Füße

 Ostseehochwasser: Schiffbrücke und Norderhofenden überflutet Die deutsche Ostseeküste ist am 29.03.2020 von einer Sturmflut getroffen worden. An vielen Orten, wie hier in Flensburg, wurden nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie BSH am späten Vormittag des 29.03.2020 Werte von mehr als 1,40 Metern über dem mittlerem Wasserstand gemessen. Hier: Fahrrad steht im Wasser, Wellen treten über die Uferkannte, Wasser ströhmt auf den Fußgängerweg *** Baltic Sea high water flooded pontoon bridge and Norderhofenden flooded The German Baltic Sea coast was hit by a storm surge on 29 03 2020 According to the Federal Maritime and Hydrographic Agency BSH, values of more than 1.40 metres above mean water level were measured in many places, such as here in Flensburg, in the late morning of 29 03 2020 Here, a bicycle is
Ostseehochwasser: Schiffbrücke und Norderhofenden überflutet Die deutsche Ostseeküste ist am 29.03.2020 von einer Sturm

An der deutschen Küste wurde es in der Nacht auf Freitag (20.1.) turbulent: Mit bis zu zehn Windstärken (95 km/h) drückte die Ostsee das Meer Richtung schleswig-holsteinischer Küste. Die Bundesbehörde und der Wetterdienst waren alarmiert. Die Wasserstände stiegen in Lübeck auf mehr als einen Meter über den normalen Stand. In Kiel und Flensburg ebenfalls – das ergaben Messungen des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

Meer tritt über die Ufer

Der Nordwestwind trieb das Wasser die Küste entlang und in die Buchten hinein, sagte ein Sprecher des BSH in Rostock. Auf dem ufernahen Parkplatz Schiffbrücke, auf dem trotz Warnschildern noch zahlreiche Autos standen, schwappte das Wasser bereits gegen 19 Uhr über. Viele Autos standen mit den Reifen im Wasser. Zu schweren Überschwemmungen kam es aber nicht.

Der sogenannte Badewanneneffekt, der manchmal für Hochwasser sorgt, spielte in diesem Fall aber keine Rolle, so der BSH. Hierbei würde das Wasser der Ostsee bei anhaltendem Westwind nach Osten gedrückt und später zurück schwappen.

Regionen um Flensburg, Kiel und Lübeck kennen das Hochwasser nur zu gut: Im März 2020 kam es zu einer ähnlichen Überschwemmung.

Sturmflut ab 1 Meter über Normalstand

Von einer Sturmflut wird an der Ostsee ab einem Wasserstand von einem Meter gesprochen. Generell unterscheidet der BSH zwischen vier Klassen:

Bei Werten von 1 bis 1,25 Metern über mittlerem Wasserstand wird von einer Sturmflut gesprochen, bei einer mittleren Sturmflut werden Werte von 1,25 bis 1,50 Meter erreicht. Bei schweren Sturmfluten werden Wasserstände von 1,50 bis 2 Meter über mittlerem Wasserstand gemessen. Bei sehr schweren Sturmfluten steigt der Pegel auf mehr als 2 Meter über mittlerem Wasserstand. (dpa/fst)