Sturm über Europa: Flugausfälle und unterbrochenen Bahnlinien

Tote und Verletzte

Auch in anderen europäischen Ländern hat der hat der Sturm kräftig gewütet. In Frankreich ist wurde ein Mensch von einem Baum erschlagen. Laut einer vorläufigen Bilanz wurden 15 weitere Personen verletzt, vier davon schwer. Landesweit zählte der Zivilschutz bis zum frühen Nachmittag 4.300 Einsätze wegen des Sturms. 225.000 Haushalte wurden von der Stromversorgung abgeschnitten, weil oberirdische Leitungen beschädigt wurden. Betroffen waren vor allem der Norden und Nordosten des Landes, auch in der Hauptstadtregion Île-de-France gab es Ausfälle.

Flugverkehr eingestellt

Der Sturm treibt riesige Wellen an die Küsten von Großbritannien und Frankreich.
Der Sturm treibt riesige Wellen an die Küsten von Großbritannien und Frankreich. © REUTERS, TOBY MELVILLE, TM/SW/MDP


Auch im Zugverkehr kam es zu Beeinträchtigungen. In der Normandie und im Elsass war der regionale Zugverkehr am Vormittag als Vorsichtsmaßnahme unterbrochen worden.

An den Flughäfen Basel-Mulhouse-Freiburg und Straßburg im Elsass wurde der Flugverkehr vorläufig eingestellt, teilte die französische Luftfahrtbehörde DGAC mit. Grund seien starke Windböen.

An der nordfranzösischen Küste wurden Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 km/h gemessen. Im Landesinneren erreichte der Wind in Cambrai südlich von Lille sogar 147 km/h.

Auch in den Niederlanden hat der erste Sturm des Jahres für erhebliche Probleme gesorgt. Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden vorsorglich knapp 200 Flüge gestrichen. Auch der Zugverkehr war von dem heftigen Wind mit bis zu 130 km/h betroffen. Deiche und Brücken wurden für den Autoverkehr gesperrt.

Wegen des heftigen Sturmes sind zum ersten Mal alle fünf Sturmflutwehre geschlossen worden. "Das hat es noch nie zuvor gegeben", twitterte die Wasserbehörde. Um Überschwemmungen bei extremem Hochwasser zu verhindern, wurden die massiven Wehre geschlossen.

Mann von Baum verletzt

Überschwemmte Straßen, umgestürzte Bäume und Tausende Haushalte ohne Strom auch in Teilen Großbritanniens und Irland. In Wales wurde ein Mann verletzt, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Mehr als 12.000 Haushalte in Nordirland waren vorübergehend von der Stromversorgung abgeschnitten. In Irland wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 km/h gemessen. Dort waren 27.000 Haushalte vorübergehend ohne Strom. In der Küstenstadt Galway im Westen Irlands kam es zu Überschwemmungen.