Sturm, Tauwetter und Schneechaos

Viel Wetter über Deutschland

Die Wetterlage bietet momentan ziemlich viel. An den Küsten weht ein stürmischer Wind, die Alpen versinken im Dauerschnee und nun gibt es auch noch Tauwetter und starke Niederschläge. Das Tiefdruckgebiet „Florenz“ bringt einiges an Wetter mit. Doch alles der Reihe nach.

Es bleibt windig bis stürmisch

Fangen wir erstmal mit dem Wind an. Dieser bleibt noch bis Dienstag recht stürmisch. Für die Lawinensituation in den Alpen ist das nicht gerade förderlich, da Schneeverwehungen entstehen können. Im Norden und Osten sind stürmische Böen, an der See und im höheren Bergland sind Sturmböen wahrscheinlich. In den Bergen können auch orkanartige Böen nicht ausgeschlossen werden.

Kleinere Flüsse steigen über die Ufer

13.01.2019, Bayern, Rottach-Egern: Pfützen bilden sich auf der Straße neben Schneematsch. Nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Tage hat vielerorts Tauwetter mit Regen eingesetzt, wodurch sich die Last vom Schnee auf den Dächern vergrößert.
Winterwetter in Bayern - Rottach-Egern © dpa, Lino Mirgeler, lim kno

Außerdem kommt in den nächsten Stunden eine Menge Niederschlag zusammen. In den Staulagen der westlichen Mittelgebirge kommen bis Montagfrüh 30 bis 35 Liter pro Quadratmeter Regen runter. Durch das einfließen milderer Luft gibt es im Schwarzwald Tauwetter. Unterhalb von 800 setzt an der Schwäbischen Alb, Alpenvorland und den Alpen selbst starkes Tauwetter ein. Diese Kombination könnte an den Oberläufen von Main, Donau oder am Neckar sowie an kleineren Flüssen für Überflutungen sorgen. Für ein großes Hochwasser fehlen aber nach wie vor die Zuflüsse aus den Alpen, weil dort die enormen Schneemassen den Regen - wie gesagt - aufsaugen werden. 

Schneefälle an den Alpen bleiben heftig

12.01.2009, Österreich, Wildkogel: Ein Schild warnt im Skigebiet auf dem Wildkogel bei Neukirchen im Bundesland Salzburg in den Alpen in Österreich vor Lawinengefahr. Im Hintergrund das Massiv des Großvenedigers. (zu dpa "Sechs Schüler aus Deutschlan
Lawinen-Warnschild auf dem Wildkogel © dpa, Frank Rumpenhorst, dpa_sv cul

An den Alpen kommen nun die erwarteten Neuschneemengen herunter. Bis Dienstag sind in den Alpen und teilweise im südlichen Alpenvorland und im Bayerischen Wald starke Schneefälle mit 40 bis 70 cm Neuschnee möglich. Besonders in den Stau- und exponierten Lagen sind auch 100 bis 150 cm Neuschnee im Bereich des machbaren. Die Lawinengefahr bleibt hoch!