Wir kommen "nur" mit Regen davon

Sturm für England und Frankreich - nur Regen für uns

Einiges los in der Wetterküche Atlantik

Auf dem Atlantik ist derzeit die Hölle los. Ein Tief jagt das nächste und diese Atlantiktiefs entwickeln bisweilen sogar auch Orkanstärke. So zog „Zed" mit 176 km/h über die südenglische Küste und den Ärmelkanal. Ihm folgte das Tief „Arne", das den Franzosen den Strom ausknipste. Und nun lauert schon „Benedikt" südlich von Island. 

140.000 Haushalte in Frankreich ohne Strom - Frau von Wand erschlagen

Das Sturmtief verursachte in Frankreich auch Verkehrsbehinderungen - mehrere Menschen wurden verletzt. Nach einem Erdrutsch in Nizza wurde eine Seniorin als vermisst gemeldet, so die Zeitung "Nice Matin". Wegen heftigen Regens habe eine Schutzmauer nachgegeben, tonnenweise Erde habe die Frau unter sich begraben. Die ältere Frau habe sich zu diesem Zeitpunkt im Garten aufgehalten.

Rund 140.000 Haushalte im Südwesten Frankreichs waren ohne Strom. Mitarbeiter seien vor Ort, um den Strom so schnell wie möglich wiederherzustellen. Starker Regen und schwer zugängliche Straßen erschwerten den Zugang. Mit heftigem Wind und starkem Regen war der Herbststurm, der in Frankreich „Amélie" heißt, in der Nacht zu Sonntag über die Atlantikküste hinweggefegt. Wegen des Unwetters fielen in einigen Regionen Züge aus, Straßen waren gesperrt.

Keine Ruhe am Horizont: Auf „Benedikt" folgt „Carletto"

Und auf dem Atlantik lauert mit „Benedikt" schon das nächste Tief mit Sturmpotenzial. Dieses Tief wird wiederum England und Irland voll treffen. Aber auch damit noch nicht genug: „Carletto" entwickelt sich gerade an der Südküste Grönlands. Keine Ende also mit dem ungemütlichen Herbstwetter. 

Betrachtet man diese Wettereignisse in England und Frankreich, dann müssen wir sagen, dass wir in Deutschland noch gut davon kommen - mit einem blauen Auge sozusagen. Denn bei uns kommt von dem Sturm nicht mehr viel an. Nur der Regen. Und der wird uns wohl noch eine ganze Weile erhalten bleiben.