Sturm an der Nordsee: Hubschrauber rettet vom Wasser eingeschlossene Familie auf Norderney

Im Watt wandern bei Flut
Im Watt wandern bei Flut Das Nordsee Experiment 09:03

Der gestrige Herbststurm brachte fünf Menschen in eine brenzlige Situation. Die Gruppe war nach Angaben der Feuerwehr am Dienstag im Osten der Insel Norderney auf eine Düne geklettert. Dann kam die Flut und das anstehende Hochwasser war aufgrund des Sturmes deutlich höher als normal. Die Gruppe wurde vom Meer eingeschlossen und das Wasser stieg weiter an. Nur ein Hubschrauber konnte die Familie mit Kleinkind am Ende retten. Doch wie gefährlich ist es eigentlich im Watt? Wir haben unseren Reporter bei Flut ins Watt geschickt. Ob er es an Land geschafft hat, sehen Sie im Video.

Ein guter Schwimmer hat keine Chance

Die größte Gefahr ist das Hochwasser bei Flut. Die rettende Sandbank oder Düne ist in Wirklichkeit keine Rettung, auch wenn sie im ersten Moment als sichere Insel erscheint. Das Wasser steigt weiter und schneidet vielen Touristen den Rückweg ab. Mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 3 km/h (Schrittgeschwindigkeit) steigt das Wasser weiter an - bei Sturm deutlich schneller.

Anders sieht es in sogenannten Prielen aus, die bei Flut als erstes volllaufen. In diesen „Flüssen“ ist die Strömung so stark, dass ein sicherer Stand auf dem Boden nicht möglich ist. Die Fließgeschwindigkeit beträgt dann schon 15 bis 20 km/h. Problematisch ist auch, dass diese Priele irgendwann als solche nicht mehr sichtbar sind und dann wird es richtig gefährlich.

Hierauf müssen Sie achten:

  • Gezeiten (Ebbe und Flut)
  • Wetterbericht
  • Wattwanderungen nur mit erfahrenen Wattführern durchführen
  • Sandbänke und Dünen sind nicht sicher
  • Niemals gegen die Strömung schwimmen
  • Priele meiden
  • Handy dabei haben und Hilfe holen