Sternschnuppen-Regen oder Wolkenhimmel?

Orioniden-Maximum - Flitzer unter den Meteorschauern legen richtig los

von Karim Belbachir

Sternschnuppen, Eta-Aquariiden, Meteorschauer
Meteorschauer sind für Beobachter immer ein Spektakel.

Schnell, schneller, Orioniden: So könnte man die Orioniden gut beschreiben. Mit rund 66 Kilometern pro Sekunde treten die Meteore in die Erdatmosphäre ein und hinterlassen den typischen Schweif einer Sternschnuppe am Himmel. Der Meteorschauer erreicht sein Aktivitätsmaximum am 21. Oktober, aber spielt dann auch das Wetter mit?

Wie gut sind die Sternschnuppen überhaupt zu sehen? Unsere Karte zeigt die Wolkenbedeckung in Deutschland.

Kleinere Orioniden kommen mit Höchstgeschwindigkeit

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Die Meteore verglühen beim Eintritt in die Erdatmosphäre als Feuerbälle und werden dadurch am Nachthimmel sichtbar.

Die Orioniden zählen zu den aktivsten Meteorschauern des Jahres. Ihren Anfang hatten sie am 2. Oktober und halten sogar noch bis in den November an. Ihr Maximum erreichen sie am 21. Oktober, dann können ihre Beobachter bis zu 20 Feuerbälle in der Atmosphäre verglühen sehen. Bereits ab dem 19. Oktober waren deutlich mehr zu sehen. Anders als die eher größeren Meteore der Draconiden (Anfang Oktober aktiv) handelt es sich bei den Orioniden um kleinere Kometenbruchstücke, die mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringen.

Etwa 66 Kilometern pro Sekunde bringen die Sternschnuppen auf den Tacho. Das ist schon sehr schnell und entspricht einer Geschwindigkeit von mehr als 237.000 km/h. Zum Vergleich: Die Erde bewegt sich mit 35 Kilometern pro Sekunde um die Sonne. Von der russischen Hypersonic Rakete Kinshal wird behauptet, dass sie mehr als 12.000 Kilometer in der Stunde schafft. Trotz ihrer geringeren Größe, im Vergleich zu den Draconiden, sind die Orioniden aufgrund ihrer Geschwindigkeit gut am Himmel zu sehen. Seinen Ursprung hat der Meteorschauer im Sternbild Orion vom Halleyschen Kometen.

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Tauriden-Sternschnuppen: Geschwister aus dem Sternbild Taurus

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Die Orioniden haben ihr Maximum rund um den 21. Oktober erreicht. Dann können bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde gesehen werden.

Die Tauriden sind der dritte aktive Meteorschauer in diesem Monat. Dabei muss man zwischen den nördlichen und südlichen unterscheiden. Zwar entstammen beide Sternschnuppenschauer dem Sternbild Taurus, doch nicht vom selben Mutterkörper. Neben dem Kometen 2p/Encke gelten weitere Planetoiden als Mutterkörper. Während die südlichen Tauriden bereits seit September aktiv sind und ihr Maximum am 10 Oktober erreichten, starten die nördlichen erst am 20. Oktober. Beide Tauridenströme halten noch bis in den November an.

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Dichte Wolkendecke zum Orionidenmaximum

Sturmwolken ziehen am Samstag (01.03.2008) über den Hamburger Nachthimmel. Das Sturmtief Emma fegte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h über Deutschland hinweg. Für Sonntag sagen die Meteorologen eine Wetterberuhigung voraus. Foto: Maurizio
Ohne freien Himmel, können noch so viele Sternschnuppen am Himmel über den Himmel huschen. Wir werden Schwierigkeiten haben sie zu sehen.

Bei all diesen Feuerbällen am Himmel bleibt eines noch offen: Werden wir sie bei dem nun leicht wechselhafter werdenden Wetter überhaupt sehen können? Die Antwort darauf gibt uns wetter.de-Meteorologe, Carlo Pfaff: „Die Wolkendecke ist recht dicht und somit der Blick auf die Sternschnuppen verdeckt. Zeitweise ist es auch regnerisch.“ Vielleicht gibt es im Westen noch die besten Chancen, den dort lässt der Regen im Laufe der Nacht nach. Im Norden und Süden bleibt es aber meist bedeckt. Immerhin bleibt die Nacht mit 8 bis 13 Grad recht mild während man auf eine Wolkenlücke wartet.

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(kfb)