Wonnemonat der Sternschnuppen

Feuerbälle am Nachthimmel - Eta-Aquariiden im Dauereinsatz

von Karim Belbachir

Sternschnuppen am Sternenhimmel im Juli, Meteorschauer
Im Mai bekommen wir die Chance die Eta-Aquariiden am Himmel zu beobachten.

Nach den Sternschnuppen ist vor den Sternschnuppen: So könnte man es ausdrücken, denn es geht im Mai Schlag auf Schlag. Nach den den Eta-Aquariiden sind im Mai die Eta-Lyriden und die Arietiden unterwegs. Doch nicht alle sind gut zu sehen.

Halleyscher Komet hinterlässt Eta-Aquariiden

Sternschnuppen am Nachthimmel
Eine Sternschnuppe leuchtet am Nachthimmel über Halle/Saale auf. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv

Nach den Lyriden im April ist im Mai auch der Meteorstrom der Eta-Aquariiden aktiv. Während sich die Erde Ende April nicht mehr durch den Meteorstrom der Lyriden bewegt, trifft sie seit dem 19. April auf die Sternschnuppen der Eta-Aquariiden. Sie werden auch Mai-Aquariiden genannt, denn es gibt im Juli auch noch die Delta Aquariiden. Mit einer Geschwindigkeit von 55 Kilometern pro Stunde dringen sie in die Erdatmosphäre ein, wo sie dann als Feuerbälle verglühen. Benannt sind sie nach dem Sternbild des Wassermanns aus dessen Richtung sie kommen.

Die Eta-Aquariiden haben ihren Ursprung im Halleyschen Kometen und sind kurz vor Sonnenaufgang zu beobachten. Zehn bis 15 Sternschnuppen sind dann kurz über dem Horizont zu entdecken. Der sehr helle Mutterkomet Halley ist etwa alle 75 Jahre mit dem bloßen Auge sichtbar. Zuletzt war er 1986 zu sehen. Die Eta-Aquariiden halten noch bis zum 28. Mai an und erreichten bereits am 5. und 6. Mai ihren Höhepunkt.

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Weitere Meteorströme im Mai

Neben den Eta-Aquariiden sind noch zwei weitere Meteroströme im Mai aktiv. Einen davon werden Mitteleuropäer allerdings nicht zu sehen bekommen, da sie zur Tageszeit herabregnen. Dabei handelt es sich um die Arietiden. Sie starteten Ende des Monats (22. Mai) und halten bis Anfang Juli an. Sie sind Bruchstücke des Kometen 96P/Machholz. Um sie beobachten zu können, braucht es allerdings technische Hilfsmittel.

Besser sichtbar sind dagegen die Eta-Lyriden. Wobei es sich dabei um einen recht kleinen Meteorstrom handelt. Maximal 3 bis 5 Feuerbälle zeigten sich während ihres Maximums am 8. Mai am Himmelszelt. Trotz der Namensähnlichkeit mit ihren Namensvettern im April stammen die Eta-Lyriden nicht von selben Kometen. Vielmehr sind sie Bruchstücke von C/1983 H1 (IRAS-Araki-Alcock). Besondere Aufmerksamkeit erfuhr dieser als er im Jahr 1983 nahe der Erde vorbeizog und mit bloßem Auge zu sehen war.

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(kfb)