Sternschnuppen - die Lyriden-Ströme sind wieder da

Happy family are watching Meteor Shower. Nigh Sky.
Das Wetter ist perfekt für alle Sternengucker. © Getty Images/iStockphoto, Allexxandar

Ohne Ende April-Sternschnuppen

Die Gelegenheit für Extrawünsche ist gut. Der Sternschnuppenregen der Lyriden steht kurz vor dem Höhepunkt, und die Beobachtungsbedingungen sind nicht schlecht. In der Nacht von Montag auf Dienstag funkeln besonders viele Sternschnuppen am Himmel: bis zu 20 Meteore pro Stunde.

Die beste Sternschnuppensicht ist nach Mitternacht

Zwar scheint der Mond recht hell (am 19. ist Vollmond), aber wenn man einen Ort mit wenig Licht findet, sind die Chancen gut, ein paar Schnuppen zu sehen. Wolken werden uns diesmal nicht in der Sicht behindern. Perfekt für einen guten Blick sind die Stunden nach Mitternacht. Da die Temperaturen recht mild sind, steht einer Sternschnuppennacht nichts mehr im Wege.

Die Lyriden prasseln im Zeitraum vom 16. bis 25. April auf unsere Atmosphäre. Die höchste Aktivität haben sie in der Nacht vom 22. auf den 23. April. Ganz so ergiebig wie die berühmten Perseiden sind sie aber nicht. Diese sind im August wieder zu bewundern. Im Video sieht man die Perseidennacht vom letzten Jahr.

Ergiebiger Sternschnuppenregen
Ergiebiger Sternschnuppenregen Die Nacht der Wünsche 00:47

Die Lyriden sind rasend schnell

Bei den Lyriden handelt es sich um schnelle Sternschnuppen, die mit Geschwindigkeiten um 50 Kilometer pro Sekunde - das sind 180.000 Kilometer pro Stunde - in die Erdatmosphäre eindringen und verglühen. Eine Reise von der Erde zum Mond würde bei dieser Geschwindigkeit nur zwei Stunden dauern. 

Die Lyriden? Ein Komet ist schuld

Als Quelle der Lyriden wurde der Komet Thatcher (C/1861 G1) ausgemacht. Er umrundet die Sonne auf einer langgestreckten Ellipsenbahn in 415 Jahren. Entdeckt wurde der Komet am 4. April 1861 von Albert E. Thatcher von Manhattan (New York) aus. Thatcher war Amateurastronom und hatte sich von einem Freund ein Fernrohr ausgeliehen. 

Was ist eine Sternschnuppe?

Die Erde kreuzt die Bahn eines ganzen Meteoroitenstroms. Meteoriten sind Brocken aus Staub und Sand, die in die Erdatmosphäre eindringen, dabei kurz als Meteor aufglühen und verdampfen. Was als Sternschnuppe zu beobachten ist, ist nicht der Körper selbst, sondern das auf mehrere tausend Grad aufgeheizte Gas um ihn herum. Die Sternschnuppen eines Stroms stammen in der Regel von einem Kometen, in diesem Fall vom Kometen Thatcher.