Orioniden erleben ihr Maximum

Sternenhimmel im Oktober 2021: Viele Meteorschauer, aber wo ist der Große Wagen?

Die Sterne im Oktober: Das alles gibt es am Nachthimmel zu sehen.
Der Oktober ist neben dem April der Monat mit den meisten Meteorschauern. Sowohl die Orioniden als auch die Draconiden und die Tauriden sind zu sehen. © iStockphoto, Mjucha

Der Große Wagen: Berühmtes Sternbild verschwindet

Der Oktober ist nach dem April der Monat mit den meisten Meteorschauern. Neben den Orioniden zeigen sich die Draconiden und die Tauriden. Es fehlt nur ein wolkenfreier Himmel, um sie auch zu sehen. Das könnte mit dem sich ausbreitenden Herbstwetter natürlich schwieriger werden. Ein berühmtes Sternbild verschwindet hingegen vom Nachthimmel: der Große Wagen.

Auf unserer Himmelskarte können Sie sehen, ob die Nacht sternenklar wird.

Meteorschauer im Oktober 2021

ARCHIV - Drei Sternschnuppen ziehen ihre Bahnen (Archivfoto vom 13.11.2005, aufgenommen in Nucknitz/Sachsen). Ein kosmisches Feuerwerk erstrahlt in den kommenden Nächten am Firmament: Der Sternschnuppenstrom der Perseïden regnet wie jedes Jahr im Aug
Sternschnuppen gibt es im Oktober zuhauf. © dpa, Z1060 Wolfgang Wittchen

Von nur kurzer Dauer ist der Meteorschauer der Delta-Draconiden. Die Sternschnuppen starteten am 4. Oktober, erreichen am 8. Oktober ihren Höhepunkt und endeten am 10. Oktober. Bei den Feuerbällen handelt es sich um Bruchstücke des Kometen 21P/Giacobini-Zinner. Übrigens ist nicht jedes Jahr die gleiche Anzahl an Sternschnuppen am Himmel zu sehen. Ihren Namen verdanken die Draconiden dem Sternbild Drache, dem sie entspringen.

Mehr Sternschnuppen sind wohl mit den Orioniden zu sehen. Sie zählen zu den aktivsten Meteorschauern des Jahres. Ihren Anfang hatten sie bereits am 2. Oktober und halten sogar bis in den November an. Ihr Maximum erreichen sie am 21. Oktober, dann können Beobachter bis zu 20 Feuerbälle in der Atmosphäre verglühen sehen. Anders als die eher größeren Meteore der Draconiden handelt es sich bei den Orioniden um kleinere Kometenbruchstücke. Aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit beim Eintritt in die Atmosphäre sind sie aber ähnlich wie die größeren Brocken der Draconiden gut am Himmel zu sehen. Die Orioniden stammen vom Halleyschen Kometen und verdanken ihren Namen dem Sternbild Orion.

Die Tauriden sind der dritte Meteorschauer, der im Oktober aktiv ist. Dabei muss man zwischen den nördlichen und südlichen unterscheiden. Beide haben einen ähnlichen Herkunftsort und ihr Name leitet sich vom Sternbild Taurus ab. Allerdings haben sie neben dem Kometen 2p/Encke weitere Planetoiden als Mutterkörper. Während die südlichen Tauriden bereits seit September aktiv sind (Maximum am 10. Oktober), starten die nördlichen erst am 20. Oktober. Beide Meteorschauer halten noch bis in den November an.

Saturn und Jupiter dominieren die erste Nachhälfte

This Aug 25, 2020 image captured by NASA's Hubble Space Telescope shows the planet Jupiter and one of its moons, Europa, at left, when the planet was 406 million miles from Earth. The new photo was released by the Space Telescope Science Institute in
Der Jupiter ist besonders in der ersten Nachthälfte besonders gut zu sehen. © AP

Neben den Sternschnuppen hat der Himmel im Oktober allerdings auch noch Planeten zu bieten, die gut sichtbar am Nachthimmel erscheinen. Die beiden Gasriesen Saturn und Jupiter sind besonders in der ersten Nachthälfte gut zu sehen. Aus der zweiten Nachthälfte zieht sich Jupiter zurück. Ende Oktober nimmt seine Sichtbarkeit rund eine Stunde nach Mitternacht am südwestlichen Horizont ab. Länger zu sehen ist der Saturn. Während er zu Beginn des Monats erst kurz vor 2 Uhr morgens untergeht, tut er dies Ende des Monats bereits eine Viertelstunde vor Mitternacht.

Merkur bietet gerade in der letzten Monatsdekade eine günstige Morgensichtbarkeit. Bei guten Bedingungen kann man den kleinsten Planeten unseres Sonnensystems ab dem 20. Oktober in der Morgendämmerung knapp über dem Horizont im Osten sehen. Um 6.15 Uhr erfolgt der Merkuraufgang. Etwa zwanzig Minuten später macht er sich am Horizont bemerkbar.

Mars und Venus halten sich zurück

Der Planet Venus, aufgenommen von der Venussonde Akatsuki der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA.
Der Planet Venus, aufgenommen von der Venussonde Akatsuki der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA. © dpa

Unsere beiden Nachbarplaneten wollen wir aber auch nicht vergessen, auch wenn sie diesen Monat nicht so viel Aufmerksamkeit erheischen. Zur Abenddämmerung sieht man im Südwesten die strahlende Venus. Wegen ihrer dem Horizont nahen Position ist sie allerdings nicht besonders auffällig. Am 9. Oktober ist die Venus neben der schmalen Sichel des zunehmenden Mondes zu sehen. Anfang Oktober geht Venus eine Viertelstunde nach 20 Uhr unter, am Monatsletzten bereits 20 Minuten früher.

Der Mars wird am 8. Oktober von der Sonne eingeholt und steht dann in Konjunktion mit ihr. Der Wüstenplanet geht mit der Sonne auf und mit ihr unter. Er hält sich somit am Taghimmel auf und bleibt nachts unbeobachtbar unter dem Horizont.

Vollmond am 20. Oktober 2021

ACHTUNG: SPERRFRIST 26. OKTOBER 17:00 UHR. ACHTUNG: DIESER BEITRAG DARF NICHT VOR DER SPERRFRIST, 26. OKTOBER, 17.00 UHR MEZ VERÖFFENTLICHT WERDEN! EIN BRUCH DES EMBARGOS KÖNNTE DIE BERICHTERSTATTUNG ÜBER STUDIEN EMPFINDLICH EINSCHRÄNKEN. - ARCHIV -
Den Vollmond im Oktober sehen wir am 20. Oktober 2021 um 16.57 Uhr. © dpa, Soeren Stache, soe exa

Der Mond hat am 6. Oktober um 13.05 Uhr seine Neumondposition. Am 8. ist er uns mit 363.390 Kilometer Distanz im Oktober am nähsten. Anschließend schiebt er sich zwischen die beiden Riesenplaneten Saturn und Jupiter und bildet mit ihnen am 14. am Südhorizont als Halbmond gegen 20 Uhr ein auffallendes Dreigestirn. In seine Vollmondphase tritt er am 20. um 16.57 Uhr und bewegt sich anschließend zum erdfernsten Punkt des Monats mit 405.620 Kilometern.

Eines der wohl bekanntesten Sternenbilder wird im Oktober kaum noch am Nachthimmel zu sehen sein: Der Große Wagen hat jetzt seinen tiefsten Punkt am Nordhimmel erreicht und wird somit wohl meist von Gebäuden verdeckt.

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(kfb mit dpa)