Stau am Mount Everest: Weitere Bergsteiger sterben bei Extremklettertour

Tote Bergsteiger am Mount Everest
Tote Bergsteiger am Mount Everest Stau in der Todeszone 00:35

Video vom Mount Everest: Hunderte Bergsteiger wollen in kürzester Zeit auf Gipfel

Es sieht aus wie ein Fake, doch das Bild von Mittwoch ist echt: Eine Menschenschlange zieht sich auf den Gipfel des Mount Everest. In über 8.000 Metern Höhe, der Todeszone, warten Menschen. Jeder will so schnell wie möglich ganz nach oben, und wieder hinunter kommen. Die Hauptklettersaison ist auf dem höchsten Berg der Welt besonders kurz. Deswegen versuchen so viele Menschen gleichzeitig den Berg zu bezwingen. Dabei sind in diesem Jahr bereits mindestens elf Menschen gestorben.

Schon elf Tote und nochmal zehn weitere an anderen Bergen

Beobachter sagten, manche der Todesfälle könnten damit zusammenhängen, dass zu viele Bergsteiger auf einmal versuchten, den Mount Everest zu erklimmen. Dadurch kam es demnach zu langen Wartezeiten auf gesundheitlich gefährlicher Höhe. Wegen günstigen Wetters hatte es sich vor allem am Mittwoch am Everest-Gipfel gestaut.

Am höchsten Berg der Welt sind in dieser Saison bereits elf Bergsteiger gestorben. Weitere zehn verloren ihre Leben am Lhotse, dem Annapurna und anderen 8.000er-Bergen im Himalaya, wie die Zeitung "The Himalayan Times" unter Berufung auf nepalesische Regierungsbeamte kürzlich berichte. In der Klettersaison 2018 waren fünf Menschen am Mount Everest ums Leben gekommen.   

Für die Genehmigung, den Mount Everest erklimmen zu dürfen, zahlen ausländische Bergsteiger umgerechnet rund 9.000 Euro. Diesmal wurden 375 Genehmigungen erteilt - ähnlich viele wie in vergangenen Jahren. In der gesamten Klettersaison 2018 waren fünf Menschen ums Leben gekommen.