In den Alpen (Norditalien und der Schweiz) gibt es enorme Regensummen

Der große Regen fällt in den Alpen

Ein Tiefdruckgebiet über dem Golf von Genua, das häufig als Genua-Tief bezeichnet wird, bringt bis Freitag einiges an Regen und Schnee in Norditalien.

Am Mittwochabend geht es langsam los

In der Nacht zum Mittwoch intensivieren sich die Regenfälle in Norditalien und der Schweiz. Ein Tiefdruckgebiet lenkt sehr feuchte Luftmassen von Süden gegen die Alpen. Die Luftmassen kommen nicht weiter voran und müssen aufsteigen. Die Folge ist ergiebiger Dauerregen. Gleichzeitig strömt durch Tief „Philipp" über den Britischen Inseln Polarluft gegen die Nordseite der Alpen. Es kommt zu einem Temperatursturz in der Schweiz und auch Teilen Baden-Württembergs. Die Schneefallgrenze sinkt.

Mittwoch: Dauerregen in Baden-Württemberg, Norditalien und der Schweiz, Schnee in den Bergen

Am Mittwoch dreht die Wetterlage auf. In den Lepontinischen Alpen (Tessin; Südschweiz) bis zum Matterhorn können 40 bis 60 cm Neuschnee fallen. Im Südwesten und Westen von Deutschland fällt viel Regen. Nach dem Ecmwf Wettermodell können bis Donnerstagabend in Baden-Württemberg bis 40 Liter pro Quadratmeter zusammen kommen. Das Icon-Eu-Wettermodell sieht etwas weniger Regen, aber auch da befindet sich der Schwerpunkt eher im Breisgau.

Bis zum Wochenende sollen in den gesamten Südalpen (Schwerpunkt von Tessin, Südwallis bis rüber ins Friaul) teilweise mehr als 200 Liter pro Quadratmeter (in Spitzen bis 300) Regen fallen. Die Schneefallgrenze liegt durch die kalte Luft recht tief. Auf den Bergen können bis Samstag mehr als 2 Meter Neuschnee anfallen. Dadurch besteht kaum Hochwassergefahr, da der Niederschlag erstmal gebunden ist und nicht gleich abfließt. Am ehesten könnte Hochwasser ein Thema in Friaul, Südkärnten und Slowenien sein. Ab Sonntag sollte sich Wetterlage in den Regenregionen entspannen, denn der Regen soll nachlassen.