Starkes Erdbeben vor Alaska: Tsunami-Warnung für nordamerikanische Westküste wurde aufgehoben

Schweres Erdbeben vor der Küste Alaskas
Vor der Küstenstadt Kodiak in Alaska gab es ein schweres Erdbeben - jetzt droht ein Tsunami. (Foto: Motivbild) © dpa, Frank Rumpf, lea sab

Gefürchteter Tsunami war nur 20 Zentimeter hoch

Vor der Küste Alaskas hat ein starkes Erdbeben den Meeresboden erschüttert. Die Erdstöße erreichten eine Stärke von 7,9, erklärte die US-Erdbebenwarte USGS. Die Küstenbewohner in der Region wurden in Alarmbereitschaft versetzt, denn die Furcht vor einem Tsunami war groß. Inzwischen wurde die Warnung aber wieder aufgehoben. Die gefürchtete Welle viel kleiner aus, als gedacht - sie war gerade einmal 20 Zentimeter hoch. 

Küstenbewohner müssen sich in Sicherheit bringen - "Es war gruselig"

Einwohner von Kodiak bringen sich in Sicherheit
Die Einwohner von Kodiak wurden mitten in der Nacht evakuiert und mussten sich in höher gelegenen Gebieten in Sicherheit bringen. © REUTERS, SOCIAL MEDIA, PKP

Das Zentrum des Bebens lag in 25 Kilometern Tiefe, rund 278 Kilometer südöstlich von Kodiak im US-Bundesstaat Alaska. Dort spürten man ein leichtes Beben, berichteten Zeugen. Mitten in der Nacht ertönten plötzlich die Sirenen. Die Polizei rief die Einwohner von Kodiak auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in eine Höhe von mindestens 30 Meter über dem Meeresspiegel zu begeben. Das Kodiak Police-Departement berichtete auf Facebook auch, dass Hafenmitarbeiter beobachtet hätten, wie sich das Wasser zurückzog - ein mögliches Anzeichen einer drohenden Tsunami-Welle.

"Das Beben dauerte sehr lange, es wurde langsam stärker. Es war gruselig", sagte eine Augenzeugin aus Anchorage (Alaska) sagte dem Sender CNN. Es sei das längste Beben, das sie jemals gespürt habe, "und ich wurde hier geboren", erklärte sie.

Der US-Wetterdienst gab eine Tsunami-Warnung für Alaska, die gesamte nordamerikanische Westküste und Hawaii heraus. Die Bewohner der betroffenen Gebiete wurden angewiesen, sich in höher gelegene Bereichen in Sicherheit zu bringen. Die gefürchtete Katastrophe blieb glücklicherweise aus. Die Flutwelle, die nach dem Beben auf die umliegenden Küstenbereiche zurollte war nur wenige Zentimeter hoch.

Die Region ist besonders anfällig für Erdbeben und Tsunamis

Das Epizentrum des Bebens liegt im sogenannten Pazifischen Feuerring. Dieser Ring rund um den Pazifischen Ozean ist geologisch gesehen eine der gefährlichsten Regionen der Erde. Immer wieder kommt es dort zu tektonischen Verschiebungen, die Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis auslösen.