Starke Gewitter treffen vor allem Wiesbaden und Mainz: Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen bleiben nicht verschont

Unwetterartige Gewitter sind in der Nacht über Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen hinweggezogen. In Hessen war die Feuerwehr im Großeinsatz. Kinder stecken sogar zeitweilig in einem Ferienlager fest.

Stromausfall in Wiesbaden

Feruerwehrleute rollen am 01.08.2017 in Wiesbaden  auf einer Verbindungsstraße in Richtung Schlangenbad einen Teil eines eines zuvor zersägten Baumes zur Seite, der die Fahrbahn versperrt hatte.
Schweres Unwetter trifft Wiesbaden

Ein kräftiges Unwetter hat die Feuerwehr in Teilen Hessens in Atem gehalten. Betroffen waren am frühen Dienstagmorgen vor allem der Großraum Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis mit je rund 200 Einsätzen. In den Wiesbadener Stadtteilen Breckenheim, Nordenstadt und Medenbach fiel für einige Stunden der Strom aus. Nach Angaben der Polizei stürzten hunderte Bäume um - teilweise auf parkende Autos. Die Höhe der Sachschäden war unklar.

Video: Der Wolken- und Regefilm vom 01.08.2017

Kinder im Feriencamp eingeschlossen

Etwa ein Dutzend Kinder aus dem Rheingau im Alter zwischen acht und zehn Jahren waren mit ihren Betreuern zeitweilig in einem Feriencamp in Hallgarten eingeschlossen, wie die Polizei berichtete. Die Gruppe wurde nahe einer Freizeiteinrichtung vom Unwetter überrascht. Verletzt wurde niemand. Weil im Gebiet etwa 200 Bäume umstürzten, gab es kein Durchkommen zu der Gruppe. Erst im Tagesverlauf konnte der Weg freigeräumt werden. Die Polizei unterstützte die Einsatzkräfte mit einem Hubschrauber.

Chaos im Tierpark

Aufgrund der Sturmfolgen mussten einige Bereiche in der Stadt geschlossen werden wie etwa der Tier- und Pflanzenpark Fasanerie. Im Tierpark Fasanerie wurde einer der beiden Wölfe von einem Baum erschlagen. Alle anderen Tiere blieben unverletzt, wie die Feuerwehr Wiesbaden berichtete.

Spurlos ging der Sturm auch am Opel-Zoo in Kronberg im Taunus nicht vorbei. Bäume wurden entwurzelt, Gehege beschädigt. Die Roten Pandas entwischten über einen ins Gehege gestürzten Ast, wurden aber nicht weit entfernt später wieder eingefangen. Trotz der Wetterkapriolen konnte der Zoo am Dienstag normal öffnen.

Zug fährt in umgestürzten Baum

Auch in Südthüringen haben Gewitter zu Behinderungen geführt. So fuhr ein Zug zwischen Hildburghausen und Eisfeld in einen umgestürzten Baum. Dabei wurde aber niemand verletzt.

Es besteht weiterhin eine hohe Unwettergefahr in Deutschland.

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