Spanien steht unter Wasser: Unwetter mit Starkregen sorgt für Sturzfluten an der Ostküste

Tornados und Wassermassen ohne Ende
Tornados und Wassermassen ohne Ende Ausnahmezustand in Spanien 00:52

Land unter in Spanien!

Die Mittelmeerküste im Osten und Südosten Spaniens ist von den schwersten Herbstunwettern der vergangenen drei Jahrzehnte getroffen worden. Die Zahl der Todesopfer stieg zuletzt auf sechs an, Politiker bezeichneten die Sachschäden als gewaltig. 

Die Unwetter hatten am Mittwochabend begonnen. An einigen Orten fielen nach jüngsten Angaben von Meteorologen innerhalb von nur 15 Stunden mehr als 600 Liter Regen pro Quadratmeter. Ähnlich schwere Herbst-Unwetter habe es in der Region zuletzt 1987 gegeben.

​Am heftigsten betroffen von den Unwettern waren die Provinzen Murcia, Alicante und Valencia im Osten sowie die andalusischen Provinzen Almería, Málaga und Granada im Südosten des Landes. 

​Dort mussten bis Samstag insgesamt knapp 4.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Flüsse traten über die Ufer. Es gab unzählige Überschwemmungen und auch Erdrutsche, zahlreiche Ortschaften waren lange Zeit von der Außenwelt abgeschnitten.

Unglaublich heftige Fluten in Alhaurin el Grande in Malaga, Andalusien (in der Nacht vom 13. auf den 14.09.)

Die Flughäfen in Almería und Murcia wurden zeitweilig geschlossen, der Zugverkehr wurde unterbrochen, einige Landstraßen waren noch am Samstag gesperrt. In der autonomen Region Valencia fiel am Donnerstag für rund 700 000 Schüler der Unterricht aus. In Cabo de Gata in Almería musste ein Campingplatz geräumt werden.

Wann ziehen die Unwetter ab?

Es sind immer noch einige Gewitter in der Gegend unterwegs. Doch die Lage sollte sich jetzt zumindest von oben her entspannen. Dann kommt das große Aufräumen.