Extremwetter von Spanien bis Griechenland

Spätsommer-Hoch Manfred - Bollwerk gegen ex-Hurrikan und Unwettertiefs

Ein Medicane ist ein tropensturm-ähnliches Sturmtief im Mittelmeerraum
Ein Medicane ist ein tropensturm-ähnliches Sturmtief im Mittelmeerraum © deutsche presse agentur

Um uns herum toben sich derzeit die Unwettertiefs aus. Das betrifft in erster Linie viele der klassischen Urlaubsregionen am Mittelmeer. Insbesondere Griechenland ist durch einen Medicane bedroht. Gleichzeitig ist auch in Spanien und Portugal ein Tief mit der Gefahr von teils schweren Gewittern unterwegs. Und das eigentlich prominenteste Tief im europäischen Wettergeschehen ist dabei noch gar nicht bedacht. Der ehemalige Hurrikan „Paulette“. Ein Wetterkarussell der Extreme rund um unser Spätsommer-Hoch „Manfred“.

Unwettertief über Spanien und Portugal

Am westlichen Mittelmeer sorgt in diesen Tagen ein Unwettertief für erhöhte Alarmbereitschaft. Denn das Tief hat einiges an Potenzial. In Spanien und Portugal müssen die Menschen stellenweise mit schweren Gewitter inklusive großem Hagel, Sturmböen und Platzregen rechnen. 

Auch die Gefahr von Tornados ist erhöht

Selbst die Gefahr von Tornados ist im Umfeld der Gewitterzellen über Spanien und Portugal deutlich erhöht. Letztere kleinräumige und kurzlebige Wirbelstürme kann es ebenso am östlichen Mittelmeer geben. Auslöser ist dort allerdings ein deutlich größerer Sturm. Ein sogenannter Medicane, also ein Sturm überm Mittelmeer, der durch seine Intensität fast schon an einen Hurrikan erinnert und ebenso wie die Tropenstürme ein eigenes Auge ausbilden kann. Ein wirklich schlimmer und lebensbedrohlicher Sturm.

Medicane trifft Teile Griechenlands mit voller Wucht

27.09.2018, Griechenland, Rafina: Ein Auto wird beim Fahren über eine Straße im Hafen von einer Welle getroffen. Den zweiten Tag in Folge haben stürmische Winde  erhebliche Probleme im Fährverkehr in der Ägäis und im Ionischen Meer verursacht. Foto:
Die Ionischen Inseln und Teile Griechenlands werden an den Küsten volle Orkanböen jenseits von 140 km/h bekommen. © dpa, Thanassis Stavrakis, TS

Auf dem offenen Meer und im Bereich der vorgelagerten Inseln berechnen die Wettercomputer Böen bis 180 km/h. Auch Böen darüber sind nicht ganz auszuschließen. Die anderen Ionischen Inseln und Teile Griechenlands werden an den Küsten volle Orkanböen jenseits von 140 km/h bekommen. Dazu gehen heftige gewittrige Starkregen nieder. In der Spitze sind durchaus 150 bis 300 Liter pro Quadratmeter bis einschließlich Samstag möglich. 

„Ex-Paulette“ hätte großes Potenzial, wird aber von „Manfred“ locker geblockt

Auf den kargen Böden müssen sie die Menschen auf Erdrutsche und Überschwemmungen einstellen. Außerdem peitscht der Sturm das Mittelmeer meterhoch auf. Die Wellen dürften auf dem offenen Wasser zwischen 5 und knapp 10 Metern erreichen. Noch höher sind übrigens die Wellen im Umfeld vom ehemaligen Hurrikan „Paulette“, der zuvor schon die Bermudas überquert hat.

„Ex-Paulette“ schart Wellen von mehr als 10 Metern Höhe um sein Zentrum und hätte genug Energie, um auch in Europa als Sturmtief noch Schäden zu verursachen. Jegliche Ambitionen hierfür verpuffen allerdings im Angesicht von „Manfred“. Das Spätsommer-Hoch ist in diesen Tagen einfach nicht zu überwinden.

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