Nur 1 von 21 getesteten Produkten ist "sehr gut"

Sonnenblumenöl im Öko-Test: Ein klarer Testsieger und etliche Mängel

Eine Flasche Sonnenblumenöl mit Sonnenblumen
Mehrere Sonnenblumenöle fielen bei Öko-Test komplett durch © silencefoto - Fotolia, SimoneVoigt

21 Sonnenblumenöle im Qualitätscheck

Sonnenblumenöl ist eins der beliebtesten Speiseöle in der Küche zur Zubereitung von Dressings und Dips und in seiner nativen Variante auch eine Alternative zu Rapsöl und Olivenöl beim Braten. Öko-Test hat in einem großen Check 21 Öle getestet – mit durchwachsenen Ergebnissen: Darunter waren neben einem klarer Testsieger auch mehrere Öle, die komplett durchgefallen sind.

Sonnenblumenöl: Geschmackvoll, aber nicht das Gesündeste

Sonnenblumenöl ist reich an Vitamin E und ist zumindest kaltgepresst (nativ) recht geschmackvoll, und zwar mit einer saatigen, kernigen, nussigen, holzigen oder fruchtig-süßen Note. Es gibt Sonnenblumenöl auch raffiniert – das gereinigte Öl ist dann hitzebeständiger und eignet sich so besser zum Braten, ist aber geschmacklich eher neutral. Leider ist Sonnenblumenöl jedoch oft mit Mineralölbestandteilen belastet und wegen seines hohen Anteils an zweifach ungesättigter Linolsäure insgesamt nicht gerade das gesündeste Speiseöl.

Einmal "sehr gut" und 9-mal "gut": Das sind die besten Öle

Öko-Test hat wie immer alle Produkte auf ihre Sensorik (Geschmack, Geruch, Aussehen) geprüft und die Sonnenblumenöle im Labor auf Schadstoffe untersucht. Dabei hat das

  • Bio Planète Sonnenblumenöl nativ classic

als einziges Produkt das Gesamturteil „sehr gut“ erhalten. In dem nativen Öl aus französischem Anbaugebiet ist im Labor nur ein äußerst geringer Mineralölbestandteil gefunden worden, in allen anderen Ölen war der Anteil mindestens leicht erhöht. Da das im Naturwarenladen erhältliche „Bio Planète“-Öl (Preis: 6,98 Euro pro Liter) sonst keine weiteren Mängel aufzuweisen hatte und auch geschmacklich „sehr gut“ bewertet wurde, ist es der klare Testsieger.

Neunmal hat Öko-Test zudem die Not „gut“ vergeben. Darunter diese Produkte zwischen 1,39 Euro und 3,78 Euro pro Liter:

  • K-Classic Reines Sonnenblumenöl
  • Rewe Bio Sonnenblumenöl nativ
  • Alnatura Sonnenblumenöl nativ

Mangelhaft bis ungenügend: Diese Sonnenblumenöle sind nicht zu empfehlen

Sechs Öle landen mit der Note „Befriedigend“ im Mittelfeld, doch es gibt auch klare Verlierer. Das Gut Bio Sonnenblumenöl nativ kaltgepresst fiel durch einen leicht stichigen Geschmack beim Sensorik-Test auf und zeigte einen erhöhten Gehalt der als krebserregend eingestuften polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese wurden auch im Denree Sonnenblumenöl kalt gepresst nachgewiesen, für beide Sonnenblumenöle gab es folglich die Note „mangelhaft“.

Doch es geht sogar noch schlimmer. Im Dm Bio Sonnenblumenöl kaltgepresst, Naturland hat Öko-Test Rückstände eines Schimmelpilzgifts gefunden. Das Öl erhält deswegen sogar das Gesamturteil „ungenügend“ und ist dadurch der großer Verlierer des Tests.

Bei den raffinierten Sonnenblumenölen fielen das Penny Reines Sonnenblumenöl und das Thomy Reines Sonnenblumenöl wegen stark erhöhter Mineralölbestandteile mit der Note „mangelhaft“ durch. Immerhin: Thomy hat bereits angekündigt den Lieferanten wechseln zu wollen.

Hier finden Sie die gesamten Testergebnisse zum Thema „Sonnenblumenöl“ von Öko-Test. (twe)