Sommer 2015: Anzeichen für einen sehr heißen Juli

Sommer 2015: Anzeichen für einen sehr heißen Juli
© dpa, Achim Scheidemann

Parallelen zu 2003

Was kommt da auf uns zu? Die Schafskälte mit Werten um 20 Grad macht es einem schwer, an hochsommerliche Temperaturen zu denken, aber die sind nicht aus der Welt. In den kommenden 14 Tagen steigen die Werte langsam aber stetig Richtung 25 Grad. In den Langfristprognosen setzt sich dieser Trend zu Beginn des Juli nicht nur fort, sondern gewinnt an Dynamik.

In unserer 28-Tage-Temperaturprognose, die auf einer Kombination verschiedener Modelle basiert, wird eine positive Temperaturabweichung von bis zu 4 Grad berechnet. Besonders spannend dabei ist, dass diese Abweichung nicht nur punktuell berechnet wird, sondern flächendeckend bis Mitte Juli.

Welche Auswirkungen eine so drastische Abweichung haben kann, hat sich eindrucksvoll im Jahrhundertsommer 2003 gezeigt. Auch damals lag die Temperatur ungefähr vier Grad über dem langjährigen Durchschnitt. In Karlsruhe, Freiburg und Mannheim wurden über 40 Grad gemessen, es war das erste Mal seit 1983, dass die Quecksilbersäule so hoch stieg. Durch die Hitze kam es zu schweren Ernteverlusten.

Wie das übertragen auf den Winter aussieht, zeigte sich 2010. Damals wurde eine negative Abweichung um 4 Grad berechnet. Das Ergebnis waren eisige Temperaturen und große Schneemengen schon im Dezember. 2010 gab es die erste landesweite weiße Weihnacht seit fast 30 Jahren.