So wird der Frühling 2015

Der Frühling wird bei uns wohl ganz normal

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Auch die neuesten Langfristprognosen der amerikanischen Wetterbehörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) berechnen für die Frühlingsmonate April und Mai weder positive noch negative Abweichungen für Deutschland. Nur für den Nordosten Europas wird der Frühling weiterhin zu warm gerechnet.

Die leicht unter dem Durchschnitt liegende Berechnung der letzten Woche für den Mai ist verschwunden, aber eine Kehrtwende für den Frühling 2015 ist nicht in Sicht! Somit scheint es weiter ein recht normal ausfallendes Frühjahr zu werden mit keiner Tendenz in irgendeine Richtung. Doch die Köpfe sollten wir noch langer nicht hängen lassen. Denn selbst Werte im Normalbereich können schönstes Wetter für einige Tage am Stück bedeuten, aber auch auf der anderen Seite recht kühles Schauerwetter für eine kurze Witterungsperiode. Auch im Juni zeigt sich keine große Veränderung.

Im letzten Jahr hat uns der Frühling temperaturtechnisch richtig verwöhnt. Schon im März purzelten einige Rekorde. Die Monate März und April 2014 schnitten beide mit rund 3,5 Grad deutlich zu warm ab. Der Mai 2014 hatte dann nur noch einen leichten Wärmeüberschuss. Dennoch konnte der Frühling 2014 insgesamt mit rund 2,5 Grad zu viel Wärme aufwarten.

Deutlich positive Abweichungen zeichnen sich in Europa immer noch für Skandinavien ab. Der April und Mai 2015 können hier durchaus bis zu 2 Grad zu warm werden. Der Juni zeigt sich dann nur leicht überdurchschnittlich. Insgesamt scheint der Frühling 2015 im Nordosten Europas aber deutlich zu warm zu werden.

Oliver Hantke für wetter.de

PS: Solche langfristigen Prognosen können immer nur einen Trend widerspiegeln. Das tatsächliche Wettergeschehen kann sich kurzfristig in eine ganz andere Richtung entwickeln.