So wird das Wetter zu Ostern 2015

Osterwetter 2015 im Detail
Ostern 2015 reißt uns nicht vom Hocker © dpa, Karl-Josef Hildenbrand

Kleiner Hoffnugsschimmer für die Ostertage

Es gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer für die Ostertage. Es ist nicht mehr ganz so viel Regen zu sehen, die Temperaturen tun sich aber weiter sehr schwer. Wir sagen Ihnen, wann es am Osterwochenende wo in Deutschland doch noch recht schön wird. Und das Tag für Tag.

Karfreitag:

Im Norden bleibt es an Karfreitag recht kühl bei Temperaturen bei höchstens 10 Grad. Niederschläge werden weiter berechnet. Im Landesinneren gibt es recht wenig Sonnenstunden, an den Küsten können wir etwas mehr Glück haben. Auf den Inseln sind über 5 Sonnenstunden möglich!

Im Osten sieht es auch sehr wechselhaft aus. Die Temperaturen steigen auch hier kaum auf über 10 Grad an. Leider ist auch hier einiges an Regen unterwegs. Besonders im Bergland sind auch größere Mengen möglich. Und auch die Sonnenstunden tendieren eher nach unten. Häufig nur 2 Stunden, rund um Cottbus auch 4 bis 5 Stunden.

Im Süden sieht es temperaturtechnisch am besten aus. Am Oberrheingraben wird es bis zu 15 Grad warm. Sonst liegen die Höchstwerte um die 10-Grad-Marke. Ganz anders am Alpenrand: Hier stauen sich die Regenwolken und vermiesen uns den Karfreitag. Doch je weiter wir uns von den Bergen entfernen, umso mehr Sonne ist zu erwarten. Ob zum Beispiel München wirklich 5 Stunden Sonnenschein bekommt, ist noch recht unsicher. Schnee scheint es nur noch ganz oben in den Bergen zu geben, aber dafür dann reichlich.

Der Westen gehört am Karfreitag wettertechnisch zu den schlechteren Ecken. Die Temperaturen bleiben auch hier bei rund 10-Grad hängen und es kann immer mal wieder gebietsweise regnen. Die Sonne schafft es nur selten durch die Wolkendecke hindurch, es gibt höchstens 1 bis 3 Sonnenstunden.

Tagessieger am Karfreitag ist eindeutig der Südwesten Deutschlands.

Ostersamstag:

Am Ostersamstag bleibt es im Norden kühl, denn die Temperaturen erreichen kaum die 10-Grad-Marke. Auch trocken wird es wohl nicht überall bleiben. Immerhin schafft es die Sonne, sich wieder an den Küsten ganz gut in Szene zu setzen und für fünf bis sieben Stunden sich blicken zu lassen.

Im Osten gibt es im Vergleich zum Freitag kaum eine Veränderung bei den Temperaturen. Die 10-Grad-Marke wird kaum überschritten. Die Niederschlagsmengen sind etwas angestiegen, und die Sonne kann sich nicht so wirklich lange gegen die Wolken durchsetzen.

Im Süden bleibt es bei der gleichen Verteilung: Richtung bayrische Alpen ist weiter Regen und Schnee unterwegs, weiter nördlich bleibt es trockener. Zwar bleiben auch hier die Temperaturen meist an der 10-Grad-Marke hängen, allerdings sind rund um München, Stuttgart und zwischen Karlsruhe und Freiburg um die fünf Sonnenstunden zu erwarten. Vielleicht werden im Südwesten wieder 13 oder 14 Grad erreicht, aber mehr wird es wohl nicht.

Und im Westen wird das Gesamtbild leider nicht viel besser. Regen ist immer in der Nähe, im Bergland wird es auf jeden Fall nass. Und die Sonne schafft es nicht, sich lange am Himmel zu halten. Mehr als drei bis vier Stunden sind nicht drin. Die Temperaturen bleiben unverändert bei knapp über 10 Grad.

Tagessieger ist am Ostersamstag wieder das Gebiet vom Oberrheingraben, da es hier den meisten Sonnenschein gibt und wohl auch trocken bleibt.

Ostersonntag:

Der Ostersonntag sieht im Norden im Gesamtbild wieder recht gut aus. Bei Temperaturen um 10 Grad gibt es natürlich ein Riesen-Potential nach oben. Es scheint aber trocken zu bleiben. Und bei fünf bis acht Sonnenstunden kann die Ostereiersuche aber schon richtig Spaß machen.

Leichte Besserung auch im Osten aus. Die Temperaturen liegen weiter um die 10-Grad-Marke. Richtung Mecklenburg-Vorpommern sieht es recht trocken aus, Richtung Sachsen sind noch einige Regentropfen unterwegs. Auch hier gibt es immerhin drei bis fünf Sonnstunden.

Im Süden ist es wieder nicht schlecht – mit Ausnahme des äußersten Südostens. Hier halten sich die Regenwolken hartnäckig. Die Höchsttemperaturen liegen bei 10 Grad in München, bis 15 Grad am Oberrhein und die Sonne scheint immerhin noch bis zu sieben oder acht Stunden.

Der Westen hat am Ostersonntag auch mehr zu lachen. Denn hier sieht man immer noch kleine Regenechos. Die Temperaturen bleiben bei 10 oder 11 Grad hängen. Immerhin kommen wir auch hier auf fünf oder sechs Sonnenstunden.

Und auch am Ostersonntag sind der Süden – mit der oben zitierten Ausnahme – und die Küstengebiete die Tagessieger. Bei Temperaturen bis zu 15 Grad ist es Südwesten am wärmsten und an den Küsten am sonnigsten.

Ostermontag.

Die Temperaturen im Norden bleiben unverändert bei höchstens 10 Grad. Niederschläge sind nicht mehr zu sehen. An den Küsten gibt es durchschnittlich rund fünf bis sechs Sonnenstunden.

Im Osten bleibt es auch trocken: Die Temperaturen liegen weiter um die 10-Grad-Marke. Der Regen scheint sich zu verziehen und die Sonne wird stärker. Meist gibt es fünf bis sechs Sonnenstunden.

Im Süden wird der Ostermontag wohl doch recht schön. Überall steigen die Temperaturen auf 10 bis 15 Grad. Und auch die Sonne zeigt sich recht häufig bei sechs bis neun Sonnenstunden. Und auch am Alpenrand lassen die Niederschläge nach.

Im Westen sieht es auch besser aus. Die Temperaturen steigen auf 10 bis 13 Grad. Die Niederschläge sind verschwunden und die Sonne zeigt sich fünf bis sechs Stunden.

Am Ostermontag schafft es der Süden wieder zum Tagessieger, da es hier immer noch am wärmsten ist und auch die meisten Sonnenstunden berechnet wurden, auch wenn es diesmal sehr knapp ist.

Fazit:

Abschließend kann man sagen, dass uns Ostern vor allem der Süden – mit Ausnahme der bayrischen Alpen - und mit Abstrichen die Küstengebiete gefallen können. Natürlich müssen wir bei den Temperaturen überall große Abstriche machen, aber immerhin ist im Südwesten immer die 15-Grad-Marke in Sicht. Der TOP-Tag bundesweit scheint der Ostermontag zu werden.

Oliver Hantke,

Diplom-Meteorologe für wetter.de