So schön sah die Mondfinsternis aus

Klare Sicht auf Mondfinsternis
Klare Sicht auf Mondfinsternis So schön war der Mond über Deutschland 00:36

Partielle Mondfinsternis: Rostrote Schönheit

Von Deutschland aus konnte man gestern eine partielle Finsternis des Erdtrabanten (Mond) beobachten. Rostrot war der Mond am Himmel zu sehen. Es war die letzte gut sichtbare "Mofi" für längere Zeit. Die beeindruckenden Bilder sehen Sie im Video!  

Um 23.30 Uhr waren zwei Drittel des Mondes verdeckt

DEU, Deutschland, Baden-Württemberg, Stuttgart, 16.07.2019: Der Vollmond geht auf hinterm Stuttgarter Fernsehturm, und bald schon schiebt sich der Erdschatten über den Erdtrabanten. Hervorragende Sicht in Süddeutschland auf die partielle Mondfinstern
In Stuttgart konnte man den Erdtrabanten perfekt beobachten. © imago images / Arnulf Hettrich, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Beim Maximum gegen 23.30 Uhr wurden knapp zwei Drittel des Mondes vom rötlichen Erdschatten bedeckt. Eine Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond geben. Mond, Erde und Sonne stehen dann auf einer Linie. Die von der Sonne angestrahlte Erde wirft wie ein Sonnenschirm einen Schatten in den Weltraum. 

Wenn der Mond dann durch diesen Schatten läuft, sieht man die Mondfinsternis. Dabei gibt es einen Halb- und einen Kernschatten. Wenn der Erdtrabant im vollem Umfang im Kernschatten stehe, spricht man von einer totalen Mondfinsternis. Gegen 22 Uhr am Dienstagabend tauchte der Mond in den Schatten der Erde ein. Das Maximum der Finsternis wurde gegen 23.30 Uhr erreicht. Am Mittwochmorgen um 1.00 Uhr verließ der Mond den Kernschatten wieder, um 2.20 Uhr war das Spektakel endgültig vorbei. 

Nicht verpassen: Unsere TVNOW-Doku „Der neue Wettlauf zum Mond“ 

Am 16. Mai 2022 gibt es die nächste Mondfinsternis

Nach der partiellen Mondfinsternis am 16. Juli ist erst einmal Geduld angesagt. "Dies ist die letzte von Mitteleuropa aus gut sichtbare Mondfinsternis bis zum 16. Mai 2022", schreiben die Sternenfreunde. Mit dem 50. Jubiläum der ersten bemannten Mission zum Mond am 20. Juli ist der Erdtrabant derzeit in aller Munde. "Der Mond erlebt zur Zeit eine Renaissance", sagte der frühere Astronaut Thomas Reiter. Woher die Faszination kommt? Er sei in der Menschheit schon immer Gegenstand von Fantasien und Geschichten gewesen. Und: Er sei nah und erreichbar.

Der Mond ist rund 380.000 Kilometer von der Erde entfernt. Sein Durchmesser beträgt etwa 3.470 Kilometer - gut ein Viertel der Erde.