So haben die Gewitter in Mecklenburg-Vorpommern und im Südwesten gewütet

Am Sonntag sind kräftige Gewitter über den Südwesten und Mecklenburg-Vorpommern hinweggezogen. In Baden-Württemberg saßen mehr als 1.000 Bahnreisende stundenlang fest. In Mecklenburg-Vorpommern fiel großer Hagel.

Bahnstrecke für Stunden gesperrt

Reisende stehen in Offenburg (Baden-Württemberg) auf dem Bahnhofsgelände. In Offenburg saßen Hunderte Bahnreisende stundenlang fest, nachdem ein Unwetter über die Region gezogen war.
Reisende saßen nach Unwetter im Südwesten fest © dpa, Benedikt Spether

Nachdem die Oberleitung auf der Strecke zwischen Offenburg und Freiburg durch ein Gewitter auf 600 Metern Länge beschädigt worden war, sperrte die Bahn die wichtige Nord-Süd-Verbindung stundenlang für den Bahnverkehr. Auf dem Bahnhof Offenburg wurden etwa 1.000 Menschen bis in die Nacht hinein von Helfern versorgt. Auch in Baden-Baden saßen etwa 600 Reisende fest. Erst im Laufe der Nacht wurde die Strecke wieder freigegeben.

Bei Ulm und Ellwangen brachten die Gewitter großen Hagel mit. Bis zu vier Zentimeter große Hagelkörner sind dort niedergegangen. Die größten Regenmengen gab es in Mittelfranken. Dort fielen innerhalb einer Stunde 54 l/qm. In der Oberpfalz setzte ein Blitz ein Wohnhaus in Flammen.

Video: Der Wolken- und Regefilm vom 31.07.2017

Sturmböen und Hagel an der Ostsee

Auch an der Ostseeküste gab es heftige Unwetter. Schweren Sturmböen ließen Bäume umstürzen, kirschgroße Hagelkörner zerpflückten etwa in Waren an der Müritz etliche Baumkronen und andere Pflanzen. Das Freilufttheater ‚Müritz-Saga‘ musste unterbrochen werden.

In Schwastorf bei Waren und in Neubrandenburg setzten Blitzeinschläge zwei Wohnhäuser in Brand.