Smog in Italien: Fahrverbot in vielen Großstädten

Die Behörden reagierten umgehend

Das milde und vor allem trockene Winterwetter in Italien bringt viele Nachteile für die Bewohner der Großstädte: Hohe Schadstoffwerte in der Luft. Die Trockenheit löst in den Großstädten Smog aus. Die Behörden reagierten umgehend und verhängten ein Fahrverbot unter anderem in Rom, Mailand, Neapel und Palermo. Mit diesen Maßnahmen wollen die großen Städte die Luftbelastung senken.

In Mailand, der zweitgrößten Stadt Italiens, gilt das Fahrverbot für alle Privatfahrzeuge von Montag, dem 28.12. bis zum Mittwoch dem 30.12. In der Zeit von 10 bis 16 Uhr sollen die Menschen demnach auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. Gesenkte Ticketpreise für das öffentliche Verkehrsnetz sollen die Menschen noch einmal mehr dazu animieren, lieber mit Bus und Bahn zur Arbeit und in die Stadt zu fahren. Als Ausnahme gelten hier Elektro- und Hybridautos. Auch Arbeitnehmer die beweisen können, dass sie nichts anders zu ihrer Arbeitsstelle gelangen können, dürfen weiterhin mit dem PKW fahren.

Smog in Italien: Fahrverbot in vielen Großstädten
Smog über Italien zweitgrößter Stadt Mailand © picture alliance / dpa, Stefano Porta

In Rom gilt ebenfalls ein Fahrverbot für Montag und Dienstag. Hier konnten die Behörden allerdings kein generelles Verbot aussprechen und überlegten sich einen Kompromiss: Am Montag dürfen nur die Autos auf den Straßen fahren, deren Nummernschild eine gerade Zahl hat +. Am Dienstag ist das dann umgekehrt. Auch hier werden vergünstigte Nachverkehrstickets angeboten. Es ist allerdings noch unklar, ob die Fahrverbote noch verlängert werden.

Einen Schritt weiter ging der Bürgermeister einen kleinen Stadt nahe Neapel: Er verhing ein Pizza-Backverbot bis zum Ende des Winters. Allerdings dürfen in der Stadt San Vitaliano nur keine Pizzen im Holzofen mehr gebacken werden. Da haben aber alle Touristen noch einmal Glück gehabt.