Siebenschläfer: Wie geht der Sommer 2017 denn jetzt weiter?

Der Sommer 2017 hat uns ja bis jetzt schon einige sonnige und heiße Tage beschert, aber häufig war diese Witterung nicht von sehr langer Dauer - außer im Süden. Und gerade Ende Juni hat es eine größere Wetterumstellung gegeben. Die Natur hat es ein wenig gefreut, dass endlich mal Regen gefallen ist, dumm ist nur, dass Ende Juni, genauer am 27. Juni, immer der Siebenschläfer ansteht. Dieser Tag soll ja bekanntlich das Wetter für die kommenden 7 Wochen bestimmen.

Und auch wenn wir uns den Siebenschläfer-Tag nach der Kalenderreform anschauen, also den 7.7., sieht es wettertechnisch für den weiteren Verlauf für den Sommer recht spannnend aus, weil eine klare Linie, sprich eine wünschenswerte Hochdruckwetterlage, nicht wirklich zu erkennen ist.

So sah das Wetter rund um den Siebenschläfer-Tag aus

Siebenschläfer: So geht der Sommer 2017 weiter
Siebenschläfer: So geht der Sommer 2017 weiter © dpa, Hugo Michiels, zeus pat

Die Temperaturen lagen erst meist noch im sommerlichen Bereich, aber im Laufe der Woche ging es ganz schön abwärts. Dazu wurde es richtig nass. Teilweise sind 10 bis 30 Liter pro Tag gefallen! Das Wochenende nach dem Siebenschläfer-Tag war dann eher kühl und windig, bevor es in der ersten Juliwoche im Süden und Südwesten wieder sommerlicher wurde. Und der Sommer kann sich jetzt doch die ganze Woche halten, mit gewittrigen Zwischenfällen. All das könnte bedeuten, dass das Auf und Ab uns auch in den kommenden Wochen begleiten wird.

Knackpunkt Zeitpunkt und Zeitlänge und Eintreffwahrscheinlichkeit

So und jetzt kommen wir zu den eigentlichen Knackpunkten. Der Siebenschläfer ist nämlich eigentlich erst am 7. Juli. Grund hierfür ist die gregorianische Kalenderreform. Zudem ist nicht nur das Wetter an diesem Tag wichtig, sondern welche Witterung sich Ende Juni, Anfang Juli einstellt. 

Analysen ergaben, dass die Siebenschläferregel im Süden Deutschlands in 60 bis 70 Prozent der Fälle zutrifft. Der Jetstream in den höheren Atmosphärenschichten stabilisiert sich oftmals für einige Zeit. Liegt er weit im Norden, so werden Tiefdruckgebiete meist in Richtung Skandinavien und Nordwest-Russland abgelenkt. Gleichzeitig bestimmen Hochdruckgebiete das Wetter im südlichen Mitteleuropa. Liegt der Jetstream weiter südlich, so dominieren häufig Tiefdruckgebiete über Mitteleuropa unseren Wetterablauf. Für Norddeutschland mit dem stärker maritim geprägten Klima ist die Regel nur bedingt anwendbar.

Video: Was hat der Siebenschläfer mit dem Sommer zu tun und wie häufig hat diese Regel recht?

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Am Ende bleibt uns eh nichts anderes übrig, als abzuwarten. Wetter ist eben ein chaotisches System, bei dem schon winzige Änderungen jede Prognose umwerfen können. Oder wie man in Köln sagt: „Et kütt, wie et kütt“.