Südhalbkugel besonders heiß

September 2020: Weltweit wärmster September

Die Sonne schien reichlich
In Deutschland war der September 2020 vor allem eines: Sehr sonnig mit über 200 Sonnenstunden. Das entspricht rund 130 Prozent. Außerdem war er zu trocken und rund 1,6 Grad zu warm. © dpa, Martin Gerten, mg bsc wst

Der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen des europäischen Copernicus-Klimawandeldienstes

Bislang rangierte der September 2019 weltweit gesehen an der Spitze der Septembermonate. Doch das hat der September 2020 geändert, so der Copernicus-Klimawandeldienst. Die Temperaturen lagen demnach im Durchschnitt 0,05 Grad höher als im September 2019, der bislang als der Wärmste galt. 

Am auffälligsten war die Wärme auf der Südhalbkugel

Während hier in Deutschland der September 2020 mit rund 1,6 Grad über dem langjährigen Mittelwert (1961 bis 1990) nicht zu den heißesten September-Monaten seit Aufzeichnungsbeginn gehörte, sah es weltweit anders aus. Deutlich zu warm war es nämlich vor allem auf der Südhalbkugel. Beispielsweise in Teilen Südamerikas und in Australien. Auch die Arktis war eine der Regionen, die viel zu warm war.

Die Grundlagen für die Bewertungen von Copernicus

Grundlage für die Bewertungen sind die eigenen Datensätze seit 1979. Der Dienst ist übrigens ein Teil des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus. Der Klimawandeldienst der EU erstellt monatlich Berichte über die Lufttemperatur, das Meereis und den Wasserkreislauf. Dabei wird auf Daten von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen rund um den Globus zurückgegriffen. Aussagekräftiger sind die Berichte der US-Klimabehörde NOAA, die Aufzeichnungen seit 1880 berücksichtigt. Sie veröffentlicht ihre September-Analyse demnächst.