Schwere Gewitter: Nach NRW und Niedersachsen war Hessen betroffen

Gewitter bringt Starkregen nach Südhessen - vollgelaufene Keller

Auch am Montag haben Gewitter und Starkregen einigen Schaden angerichtet. Vor allem Südhessen war betroffen. Dabei sind örtlich innerhalb kurzer Zeit zwischen 35 und 40 Liter Regen gefallen. Auch Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern knallten auf den Boden. Betroffen war eine Region zwischen Darmstadt und Bensheim.

Am späten Nachmittag zog die Gewitterzelle über Seeheim-Jugenheim in den Südosten nach Bayern weiter. Für Hessen besteht damit zunächst keine Unwettergefahr mehr. Die wegen eines abgerutschten Hangs gesperrte Bundesstraße 45 im Odenwald bei Hetzbach war nach Polizeiangaben am Dienstag wieder befahrbar. "Wir hatten eine schlammige Szene", sagte eine Polizeisprecherin. Der Ortsteil von Oberzent sei besonders betroffen gewesen, als der Main-Zufluss Mümmling über die Ufer trat. "Das Wasser stand teilweise über einen Meter hoch." Der Pegelstand habe sich aber wieder normalisiert. Die Strecke der Odenwaldbahn habe zwischenzeitlich auch gesperrt werden müssen. In Nieder-Ramstadt (Kreis Darmstadt-Dieburg) war eine Straße noch immer gesperrt, nachdem dort wegen eines ebenfalls abgerutschten Hangs zwei Geschäfte geflutet worden waren.

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Blitzradar von Montag, 23.04.2018 um 17:00 Uhr

Gewitter hinterließen am Sonntag ordentlich Spuren

Was war das für ein grandioses Sommer-Wochenende. Leider haben schwere Gewitter am Sonntag das Picknick etwas früher beendet als geplant: Mit viel Getöse ist der Wetterumschwung am Sonntag vor allem über Nordrhein-Westfalen aber auch über andere Regionen des Landes hinweggezogen. Die Bahn ließ vorsorglich Züge in den Bahnhöfen. Ein Zug prallte gegen einen umgestürzten Baum. In Solingen sorgte ein Blitzeinschlag in einen Baum für ein größeres Feuer. Auch im hohen Norden beeinträchtigten Gewitter das Leben. Schäden und Unfälle wurden vor allem aus dem Raum Cuxhaven gemeldet. Auch im Landkreis Hildesheim rückte die Feuerwehr aus, um vollgelaufene Keller leerzupumpen.

Unwetter über NRW: Fußball und Züge betroffen

22.04.2018, Niedersachsen, Göttingen: Radfahrer fahren bei kurzem Starkregen und Gewitter an parkenden Autos vorbei. Foto: Swen Pförtner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
So wie hier in Göttingen endete am Sonntag mancher Ausflug.

In NRW behinderten Gewitter mit Sturmböen am Sonntag den Bahnverkehr. Bei Stommeln (Rhein-Erft-Kreis) kollidierte ein Zug mit einem umgestürzten Baum. Verletzt wurde niemand, wie die Deutsche Bahn in Berlin mitteilte. Schäden gab es auch im Raum Leverkusen. Bei Aachen warteten Züge in den Bahnhöfen, bis das Gewitter durchgezogen war. Es kam zu Verspätungen und Ausfällen. In Unna fielen binnen kurzer Zeit 33 Liter Regen auf den Quadratmeter.

Auch rund um das Kölner Stadion gab es vor dem Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Schalke 04 ein kräftiges Gewitter. Nach Angaben des FC wurden im Umkreis von zwei Kilometern 40 Blitzeinschläge notiert, einer davon direkt auf den Vorwiesen der Kölner WM-Arena. Verletzt wurde niemand.