Schneesturm legt Österreich lahm

Alpenpässe bleiben gesperrt

Ein Schneesturm hat die schnee-erprobten Österreicher kalt erwischt. Im Süden des Landes brach der Verkehr zusammen, der Strom fiel aus und den Obstbauern droht ein Fiasko. Am Mittwoch waren in der Steiermark und in Kärnten bis zu 100 Zentimeter Schnee gefallen - der schlimmste Schneefall in dieser Jahreszeit seit 30 Jahren. Zwischenzeitlich hatten mehrere Zehntausende Haushalte keinen Strom. Unter der Last des nassen Neuschnees waren viele Bäume auf Stromleitungen gestürzt. Die Situation entspannte sich am Donnerstag nur langsam.

Eine ungemütliche Nacht erlebten viele Autofahrer, die auf den Autobahnen im Süden des Landes unterwegs waren. Das Rote Kreuz war im Einsatz, um Hunderte Menschen mit Verpflegung und heißen Getränken zu versorgen, die auf den Schnellstraßen feststeckten. Auf der Südautobahn zwischen Klagenfurt und Villach mussten manche Autofahrer sechs Stunden warten, bis sie weiterfahren konnten.

Der Schneefall führt auch zu Verzögerungen bei der Freigabe von Alpenpässen. So ist der für Freitag geplante Saisonstart der Großglockner Hochalpenstraße auf nächste Woche verschoben worden. Die Straße werde voraussichtlich am Dienstag, 3. Mai, für den Verkehr freigegeben, teilte die Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG) mit. Auch andere Alpenpässe bleiben zunächst noch gesperrt.