Schneechaos in Deutschland: Glatte Straßen, Unfälle und gestrichene Flüge

P12 Winterchaos und Ausblick
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Schnee und Glätte lassen die Autos rutschen

Schon in der Nacht hat es angefangen zu schneien und viele Straßen wurden in spiegelglatte Rutschbahnen verwandelt. Pünktlich zum Wochenanfang hat uns das Wetter mal wieder mit einer Wintereinlage ins Choas gestürzt. Querstehende LKWs, Staus und annulierte Flüge machen besonders den Pendlern das Leben schwer.  

Schneematsch und Glätte sorgen für Einschränkungen im Berufsverkehr

Die Woche beginnt mit Schneechaos. In Baden-Württemberg, vor allem aber in Rheinland-Pfalz, im Saarland, Unterfranken, Hessen sowie im Bergischen Land und im Sauerland kam es zu vielen Unfällen auf den Straßen.

Auf den Autobahnen ging teils gar nichts mehr. Auf der A1 und der A4 war schon um sechs Uhr die Hölle los. Verschneite Straßen haben den Berufsverkehr massiv behindert. Besonders heftig war es auf den Ruhrgebietsautobahnen A40 und A42, dort mussten Pendler am Morgen in mehreren Staus viel Geduld aufbringen. Zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid verlor ein Lastwagenfahrer auf der Autobahn 45 bei Glätte die Kontrolle über sein Fahrzeug, das anschließend die Fahrbahn blockierte. Schon am frühen Morgen standen auf etwa zehn Kilometern Länge die Autos Stoßstange an Stoßstange. Seit den frühen Morgenstunden kam es auch in den höher gelegenen Regionen zu Problemen durch Glatteis, wie ein Sprecher der Polizei in Wuppertal sagte. Mehrere Lkw und andere große Fahrzeuge mussten ihre Fahrten im Bergischen Land unterbrechen und auf die Streudienste warten.

Schneechaos: 170 Flüge annulliert - und die Bahn macht NICHT schlapp

Die Pendler, die sich nicht auf das eigene Auto verlassen wollten, waren ebenfalls dem Schneechaos ausgesetzt. Im Rheingau-Taunus-Kreis sind die öffentlichen Busse ausgefallen oder nur verspätet an den Haltestellen angekommen. 

Am Frankfurter Flughafen wurden bereits am Morgen 170 Flüge annulliert. Betroffen waren inländische Ziele wie Berlin, Hamburg und München, aber auch Flüge nach Wien, Dublin und Warschau. Das Flughafenpersonal war am Morgen noch auf zwei Startbahnen mit der Schneeräumung beschäftigt. Gegen Mittag rechnet Fraport mit einer Entspannung der Wetterlage. Die Fluggastsituation in den Ankunfts- und Abfertigungshalle blieb zunächst ruhig.  

Eine ganz besondere Situation dafür bei der Bahn: Es gab keine außergewöhnlichen Verkehrsstörungen und Verzögerungen vor. 

So sieht die Gefahrenlage für Deutschland aus

Heute schneit es im Westen und Südwesten zunächst noch zeitweise leicht, in den Staulagen einiger Mittelgebirge anfangs auch noch mit mäßiger Intensität. Die Schneefallgrenze steigt im Tagesverlauf auf etwa 300 bis 600 Meter und die Schneefälle klingen mittags und nachmittags allmählich ab. Bis zum Abend fallen noch einige Zentimeter Neuschnee, in den Staulagen teils über 5 Zentintemer, im Schwarzwald auch bis 10 Zentimeter.

Schnee, Schneematsch und Eis gibt es mittags und nachmittags nur noch in Lagen oberhalb von 400 bis 800 Meter, wo es leichten Dauerfrost geben kann. Auch im übrigen Land tritt anfangs noch gebietsweise Glätte auf.