Schneechaos in den Alpen - am Brenner ging nix mehr

Selbst der Winterdienst steckt fest

Der Wintereinbruch macht nicht nur Deutschland, sondern auch Österreich und Italien zu schaffen. Bis zu 20 Zentimeter innerhalb kürzester Zeit war selbst für den Winterdienst auf der Brennerautobahn zu viel. 

Die Nord-Südverbindung zwischen Italien und Österreich war in der Nacht blockiert. Einige Autofahrer waren noch mit Sommerreifen unterwegs und blieben stecken. Teilweise ging es weder vor noch zurück.

Zudem waren fast 10000 Haushalte in Kärnten, Osttirol, der Steiermark und im Salzburger Land zeitweise ohne Strom. Den Netzbetreibern zufolge waren aufgrund der Schneelast Bäume umgestürzt und Kabel gerissen.

Video: So geht das Wetter in Österreich weiter

Umgestürzte Bäume blockieren Straßen und Bahnlinien

In Südtirol hat es in der Nacht auf Mittwoch 40 bis 50 Zentimeter geschneit und die Schneefälle haben zu schweren Verkehrsstörungen gesorgt. Zahlreiche Straßen und die Eisenbahnlinie im Pustertal sind von umgestürzten Bäumen blockiert worden. Neben dem Pustertal sind das Eggental und das Grödner Tal am stärksten betroffen. In Bozen wurden Keller unter Wasser gesetzt. Mehrere Alpenpässe wurden zusätzlich zu den im Winter ohnehin gesperrten Pässen gesperrt.

Brisante Lage verschärft sich noch

Das Italientief „Detlef“ drückt von Süden gegen die Alpen und hat gleich mehrere Auswirkungen. Einerseits sorgt der kräftige Wind aus südlichen bis östlichen Richtungen für das Hochwasser in Venedig. Andererseits werden die Wolken an den Südalpen quasi ausgequetscht und bringen in den tieferen Lagen derzeit teils ergiebigen Regen, der auf den Bergen rasch in zum Teil weiter heftige Schneefälle übergeht. 

​Eine brisante Lage, die sich in den nächsten Lagen sogar nochmals verschärfen wird. Denn hier lässt das nächste Tief nicht allzu lange auf sich warten. Die Wettercomputer berechnen im Südalpen-Raum bis zu Beginn der nächsten Woche verbreitet 100 bis 200 Liter pro Quadratmeter. In Spitzen sogar über 400 Liter pro Quadratmeter.