Wo liegt wie viel?

Schnee in Deutschland: Der Winter kam mit aller Macht

von Claudia Träger

Wer bisher beim Schnee leer ausgegangen ist, bekommt jetzt auch keinen mehr ab. Die Schneefälle des Wochenendes sind vorbei und die Neuschneemengen sind wie erwartet hoch ausgefallen. Trotz der Prognosen hat es wohl manch einen auf verschneiten und teils glatten Straßen überrascht. Es kam zu einigen Unfällen und Staus, speziell auf dem weg in die Wintersportgebiete.

Wo liegt wie viel Schnee? Schneemengen am Samstagmorgen

Die Karte zeigt, die wahrscheinliche Schneebedeckung mit Schnee in Deutschland.
Hier liegt am Sonntag Schnee.

Den meisten Neuschnee gab es vom Karwendel über die Chiemgauer bis zu den Berchtesgadener Alpen sowie in den angrenzenden Tiroler und Salzburger Alpen. Verbreitet kamen hier innerhalb der letzten drei Tage 20 bis 40, in manchen Hochlagen bis zu 60 Zentimeter zusammen. Im Erzgebirge und im Bayerischen Wald waren es meist 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee. Allerdings hat der teils kräftige Wind in den Bergen den Schnee oft verblasen.

Schneehöhen (in Zentimetern) am Sonntagmorgen:

  • Zugspitze 160 – seit Samstag neuer Spitzenreiter
  • Nebelhorn 146 – die Allgäuer Berge haben diesmal nicht viel abbekommen
  • Großer Arber im Bayerischen Wald 70
  • Feldberg im Schwarzwald 67
  • Kahler Asten im Sauerland 31
  • Fichtelberg im Erzgebirge 21

Schnee in Österreich: Tirol und Salzburg unter dicker Schneedecke

22.01.2022, Österreich, Leogang: Große Schneemengen liegen auf einem Dach. Foto: Expa/Stefanie Oberhauser/APA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Gut, es liegt viel Schnee im Bundesland Salzburg. Das stimmt. Aber hier täuscht der Eindruck. Das mit Schnee überladene Haus ist ein Vogelhäuschen.

Von der Zugspitze bis zum Watzmann – Land unter mit Schnee

„Das waren wohl die kräftigsten Schneefälle dieses Winters für die deutsche Alpen-Region“, sagt RTL-Meteorologe Carlo Pfaff. Er warnt zugleich vor der Kehrseite der Schnee-Medaille: „Die Lawinengefahr in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen liegt bei Stufe 3, im Allgäu bei Stufe 2. Im Bundesland Salzburg gilt über 2000 Meter stellenweise noch Stufe 4.“

Es ist mal wieder ein klassischer Bergwinter. Der prächtige Schnee kann sich nur ab einer Höhe von 800 Metern halten, denn dort ist in den nächsten Tagen die 0-Grad-Grenze angesiedelt. Da wird es selbst für den Kahlen Asten (842 Meter) im Sauerland und den Großen Feldberg (881 Meter) im Taunus eng.

Wie lange kann sich der Schnee denn halten? So wird das Wetter in der kommenden Woche

Schnee in den Mittelgebirgen: Es taut

Ein Schneemannfamilie steht an einer Loipenstrecke im Nationalpark Harz. Ein Wetterumschwung brachte in der Nacht zum Samstag Tauwetter mit sich und verwandelte den Schnee unterhalb von 900 Meter in Matsch.
Diese Schnee-Familie sieht jetzt schon ziemlich traurig aus. Bis zum Ende der Woche wird wohl nicht mehr von ihr viel übrig sein.

Traumbedingungen für Wintersport im Schwarzwald und in den Alpen

Tagsüber am Sonntag tut sich dann nicht mehr viel in Sachen Schneezuwachs. Hoch ERICH wird stärker und die Niederschläge klingen ab. „In den Alpen wird es dann schnell wieder schön und zu Wochenbeginn gibt es sonniges Traumwetter zum Skifahren“, sagt RTL-Meteorologe Carlo Pfaff. „Auch im Schwarzwald und den Skigebieten von Thüringer Wald und Erzgebirge sind die Bedingungen sehr gut.“ Im Hochschwarzwald scheint zudem die Sonne. Sonst bleibt es allerdings wie auch im großen, schneelosen Rest des Landes mal wieder grau und trüb. Trotzdem: „Es gab schon schlechtere Winter“, sagt Pfaff.

Nur selten gibt es Schnee mit Sonne

Schnee mit Sonne gibt es am Montag nur im Schwarzwald und an den Alpen.
Die Sonne touchiert Deutschland am Montag nur leicht. Schnee mit Sonne gibt es so nur im Schwarzwald und an den Alpen.

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(ctr)