Schnee mit Feinstaub belastet

Schnee und Feinstaub
Schnee ist oft schmutzig, den Feinstaub sieht man nur nicht so deutlich. © dpa, Tim Brakemeier

Schadstoffe aus der Luft reichern sich im Schnee an

Dass man gelben Schnee nicht essen soll, ist bekannt. Generell sollte aber vom Verzehr jeglichen Schnees abgesehen werden, der sich nicht gerade in unberührter Natur befindet. Schnee ist nämlich oft mit Giftstoffen belastet, auch wenn er noch so schön fluffig und strahlend weiß aussieht.

Wissenschaftler an der McGill University in Montreal, Kanada haben herausgefunden, dass sich Schnee sehr schnell mit Feinstaub und anderen gesundheitsgefährdenden Substanzen anreichert. In ihrer Versuchsanordnung, die sie im Fachmagazin „Environmental Science“ beschreiben, hatte sich innerhalb einer Stunde die Menge an Gasen und Partikeln im von Abgasen „befeuerten“ Schnee verdoppelt.

Schnee ist als Schmutzsammler geradezu prädestiniert, erklären sie das Phänomen. Oder andersherum gesehen: Er reinigt die Luft. Durch seine Kälte sinkt die darüber liegende Luft ab und findet an der Oberfläche der Schneekristalle viel Platz, um beispielsweise Feinstaub abzulagern. Der kann sich aufgrund der Schneestruktur wunderbar auf den Weg ins Innere machen. Auch Wind kann Partikel weit in den Schnee hineinpusten. Andere physikalische Prozesse ziehen die Schadstoffe sogar regelrecht an.

Wenn der Schnee schmilzt, ist auch das entsprechend keine saubere Sache. Dann werden die Giftstoffe in konzentrierter Form freigesetzt und gelangen erneut in den Kreislauf von Wasser und Luft.