Ungemütliche Aussichten

Trend in den Advent mit Schnee und Frost

Wie wird das Wetter im Dezember 2021?

Die Antwort auf diese Frage ergibt sich definitiv aus der Entwicklung der kommenden zehn Tage. Denn es wird jetzt richtig spannend. Die Chancen für einen Wintereinbruch zum Monatsende sind weiterhin gegeben. Und das passend zum ersten Adventswochenende. RTL-Meteorologe Björn Alexander hat für uns die aktuelle Entwicklung im Blick.

Wie könnte der erste Wintereinbruch der Saison ablaufen?

„Derzeit bereiten die Wettercomputer in ihren Prognosen den ersten Frühwintereinbruch der Saison vor. Allerdings – wie es bei Vorhersagen über längeren Zeitraum nun mal so ist – sehen die Szenarien noch sehr unterschiedlich aus.“ Entscheidend sei hierbei, wie sich das Atlantikhoch in der nächsten Woche verhalte, so Alexander weiter: „Die für die Winterfreunde unter uns besten Ansätze zeigte zuletzt beispielsweise das Europäische Wettermodell. Demnach würde sich das Hoch bis weit in Richtung Grönland ausweiten.“

Mit welchen Auswirkungen für unser Wetter?

„Damit würde in Europa der Weg frei für die Tiefs aus Norden, was wiederum der Kaltluft die Tore öffnet. Zunächst mit ein paar Schneeschauern bis in tiefere Lagen. Und pünktlich zum ersten Adventswochenende sieht ein Teil der Vorhersagen sogar eine geschlossene Schneedecke bis ins Flachland.“

Schneeprognose Richtung erstes Adventswochenende

Die Graphik zeigt die Vorhersage für die Wahrscheinlichkeit einer Schneeauflage am 27.11.2021. Nicht nur im Bergland kommt Frau Holle pünktlich zum ersten Advent.
Chancen auf Schnee am 27. November 2021 (Stand 19.11.2021)

Gibt es auch noch andere Prognosen, die es weniger winterlichen machen?

Noch zögen nicht alle Trends in puncto Wintereinbruch mit, fährt der RTL-Meteorologe fort. „Jedoch sind die kalten Ansätze mit etwa 60:40 in der Überzahl. Es ist also wirklich eine spannende Entwicklung, die sich hier anbahnt und bei der – nach aktuellem Stand – die Chancen für den Flockenwirbel bis in die Niederungen immer besser werden.“

Das Bild zeigt den RTL-Meteorologen Björn Alexander
RTL-Meteorologe Björn Alexander

Lässt sich anhand eines solchen Wintereinbruchs noch im November schon etwas über die Entwicklung im Dezember ableiten?

„Momentan zeigt sich, dass sich – ähnlich wie im letzten Jahr – über Sibirien ein sehr früher und intensiver Kältepol ausbildet. Mit Tiefstwerten von minus 30 bis minus 40 Grad, die sich schon weit westwärts ausgebreitet haben. Gleichzeitig setzt der Winter in Skandinavien erste Akzente. Anfang nächster Woche beispielsweise erneut mit nächtlichen Tiefstwerten von minus 20 Grad oder darunter. Beides Anzeichen dafür, dass es der Winter bei uns in Deutschland leichter haben könnte als ansonsten üblich.“ Kurzum: Väterchen Frost und Frau Holle laufen sich warm und schnüren schon mal die ersten Päckchen, die es dann vielleicht schon am ersten Adventswochenende geben könnte.

Fahrplan für den ersten Wintereinbruch im Schnellcheck

Hier noch einmal die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Bis zum Wochenende bleibt das ruhige Novemberwetter
  • Sonntag und Montag: Wetterumschwung mit kühleren Werten und häufigerem Nachtfrost auch in der Nordhälfte
  • Ab Mitte nächster Woche folgt eine weitere Umstellung und bringt von Norden her wechselhafteres Wetter mit Schauern
  • Dabei sinkt die Schneefallgrenze zuerst gegen 500 Meter, zum ersten Adventswochenende bis ins Flachland
  • Noch gibt es auch mildere Prognosen, jedoch sind die kälteren Varianten wahrscheinlicher
Und was macht der Wettertrend im Dezember? So stehen die Chancen auf Schnee zum Fest

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(oha und bal)